Über die Grenzen hinweg sind die Preise im März deutlich stärker gestiegen als noch zu Jahresbeginn. Experten führen dies unter anderem auf die anhaltende Unsicherheit durch geopolitische Spannungen und gestiegene Energiepreise zurück, ein Effekt, den Verbraucher mittlerweile direkt im Geldbeutel spüren. Besonders auffällig ist, wie gleichmäßig fast alle Bundesländer vom Preisauftrieb erfasst wurden – das spricht dafür, dass es sich um übergreifende gesamtwirtschaftliche Effekte handelt, nicht um regionale Sonderphänomene. Neuesten Pressemeldungen zufolge haben zum Beispiel auch steigende Lebensmittelpreise und Mietkosten den Inflationsdruck deutlich erhöht. Laut ökonomischen Analysen reagieren besonders sensible Bereiche wie Verkehr und Heizung sehr schnell auf politische Entwicklungen, wodurch die Lebenshaltungskosten kurzfristig spürbar anziehen. Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland jedoch nach wie vor im Mittelfeld, da in einigen Nachbarländern – etwa in Tschechien oder Polen – die Inflation sogar zweistellig ist. Damit drängt sich die Frage auf, wie dauerhaft die Steigerung ist, oder ob es sich doch nur um einen kurzfristigen Schock handelt.