Jan van Aken (Linke) greift Pflegereform scharf an

Jan van Aken, Bundesvorsitzender der Linken, zeigt keinerlei Verständnis für die geplante Pflegereform der Bundesregierung. In einem Interview ruft er Betroffene dazu auf, sich landesweit gegen die Einschnitte zu wehren.

heute 14:23 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal fragt man sich wirklich, ob politische Reformen noch irgendetwas mit der Lebensrealität der Menschen zu tun haben. Jan van Aken jedenfalls hat hierzu eine deutliche Meinung: Für ihn ist das, was Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gerade plant, ein beispielloser Angriff auf Millionen Versicherte. Wer bislang gehofft hatte, im Pflegefall nicht ins soziale Abseits zu geraten, muss laut van Aken nun um die letzten Sicherheiten bangen. Besonders hart trifft es dabei nicht nur Pflegebedürftige, sondern auch Angehörige, die sich ohnehin oft aufopfern – und jetzt finanziell oder mit Blick auf die eigene Altersvorsorge noch mehr unter Druck geraten würden. Was van Aken besonders fassungslos macht: Er spricht im Interview von einem 'Sozialraub' und will keineswegs stillhalten – seine Partei plant Protestaktionen, um diese Pläne an die Öffentlichkeit zu zerren. Abschließend die Forderung: Schluss damit, dass bei der Pflege auf Kosten der Schwächsten gespart wird.

Konkret bedeutet die Pflegereform, dass Menschen mit mittlerem und höherem Einkommen künftig mehr Beiträge entrichten müssen, während Kinderlose zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Die geplante Einschränkung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner ist für viele Familien ein empfindlicher Einschnitt, insbesondere wenn ein Partner pflegebedürftig wird. Auch für pflegende Angehörige verschlechtern sich die Bedingungen, vor allem, weil künftig weniger Rentenpunkte angerechnet werden sollen – ein Aspekt, der die gesellschaftliche Anerkennung dieser Leistung weiter schwächt. Neueste Informationen aus anderen Medien verstärken diesen kritischen Ton: In den letzten 48 Stunden ist die Debatte um Gerechtigkeit und soziale Absicherung von Pflegebedürftigen und Angehörigen intensiver geworden. Viele Verbände und Sozialorganisationen warnen lautstark davor, dass die Reform soziale Spaltung fördert und gerade Menschen mit durchschnittlichem Einkommen zunehmend zum Sozialamt treiben werde. Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland und des Pflegekräftemangels fordern Experten stattdessen nachhaltigere und solidarische Lösungen.

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