Ab dem 2. April ist für Fans düsterer Krimikost ein kleines TV-Ereignis angesagt: 'Hinterland (Inspector Mathias – Mord in Wales)' startet bei ARD Plus, vollständig und inklusive der bislang in Deutschland unveröffentlichten dritten Staffel. Die Serie folgt dem eigenwilligen Kriminaler DCI Tom Mathias, der nach vielen Jahren in London ins eher abgelegene, beinahe schroff-romantische Aberystwyth in Wales versetzt wird. Dort trifft er auf Mordfälle, die oft tiefer reichen, als es zunächst scheint – die Vergangenheit der Stadt und ihrer Bewohner ist dunkler, als der Nebel am Morgen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Mared Rhys gräbt Mathias in der ersten Staffel besonders tief, wobei auch seine eigene Vergangenheit immer wieder zwischen die Ermittlungen funkt. In der zweiten Folge dieser Saga wächst das Team zusammen und die Fälle werden komplexer – Menschen und Landstriche verbergen Geheimnisse, Verletzungen und nicht selten Rachegelüste. Staffel drei, auf die viele lange gewartet haben, zeigt einen Mathias, der nach einer persönlichen Krise versucht, zu sich selbst zurückzufinden, während neue Bedrohungen und alte Wunden ihn nicht loslassen. Interessant ist auch, dass die visuelle Ästhetik der Serie diesen Zwiespalt aus Weite, Isolation und Intimität großartig einfängt – selten hat Wales so mysteriös und verletzlich gewirkt.
Mit 'Hinterland' holt ARD Plus eine vielfach gelobte Krimi-Serie nach Deutschland, die nicht nur durch unverblümte Geschichten überzeugt, sondern auch mit sorgfältig komponierten Bildern und figürlicher Tiefe. Kritiker*innen und Fans schätzen an 'Hinterland' insbesondere das Spiel von Richard Harrington (Mathias) und Mali Harries (Rhys), die beide viel schauspielerische Spannung und Subtext auf die Leinwand bringen. Die dritte Staffel schließt die Reihe nun ab – und lässt Raum für Debatten über Schuld, Reue und die Erneuerung im Angesicht dunkler Vergangenheiten.
In neueren Online-Kritiken wird besonders hervorgehoben, wie 'Hinterland' auf den typischen 'Nordic Noir'-Trend aufspringt, dabei aber eine ganz eigene keltische Note setzt. Außerdem berichten viele Quellen, dass die dritte Staffel die düstere Qualität der Vorgänger nicht nur beibehält, sondern vertieft: Der Ton wird noch rauer, die Charaktere kämpfen stärker mit ihren Dämonen, und die Landschaft selbst bekommt fast schon eine Hauptrolle. Gerade nach der britischen Ausstrahlung wurde deutlich, dass 'Hinterland' mit seiner dritten Staffel einen Abschluss findet, der zwar viele Fäden zusammenführt, aber nicht alles auserzählt – was wohl auch so gewollt ist.