Joshua Kimmich: Vom Teamplayer zum Spielführer – Die neue ZDF-Doku im Fokus

Mainz – Kein anderer Fußballer steht derzeit so sehr für die Nationalmannschaft wie Joshua Kimmich. Im Juni 2026 startet die Fußball-Weltmeisterschaft – für Kimmich wird es das sechste große Turnier, erstmals als Kapitän. Die neue sportstudio-Doku „Kapitän Kimmich“ begleitet den Profi von der Heim-EM 2024 bis zur WM 2026 und gewährt intime Einblicke hinter die Kulissen. Die Langfassung (102 Min.) ist ab 9. Juni 2026 im ZDF-Stream verfügbar; die TV-Version (75 Min.) läuft am 20. Juni 2026 nach dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste ab 0:35 Uhr.

heute 13:00 Uhr | 3 mal gelesen

Hinter dem Begriff Führungsspieler verbirgt sich mehr als ein klangvolles Label. Kimmich, analytisch und leidenschaftlich zugleich, lebt Fußball auf und abseits des Platzes. Die ZDF-Doku „Kapitän Kimmich“ folgt ihm über zwei turbulente Jahre – Familienmensch, Leistungsträger, einer, der sowohl Verletzlichkeit als auch Willen zeigen kann. Es ist ein Blick auf Erfolge, aber auch auf Risse. Kimmich ringt mit Fragen nach Veränderung: Der Sommer 2024 steht am Scheideweg. Unsicherheiten rund um seinen Status beim FC Bayern, mögliche Wechselabsichten Richtung Paris, am Ende aber dann doch die Entscheidung zum Verbleib in München – solche Entscheidungen sind selten nur logisch, oft emotional getrieben. Besonders interessant: Die Perspektive seiner Frau Lina sowie diverser Trainer, darunter Kompany und Nagelsmann, bringen andere Nuancen seiner Persönlichkeit ans Licht. Auch sein soziales Engagement, die familiäre Seite und das gedämpfte Streben nach einem einzigen, ganz großen Triumph mit der Mannschaft sind wiederkehrende Motive. Jan Mendelin, der Kimmich schon zuvor filmisch begleitete, schafft es erneut, mit geduldigen Beobachtungen Raum für echte Einblicke zu lassen – nicht alles wirkt makellos, und genau das macht es sehenswert.

Die neue ZDF-Dokumentation 'Kapitän Kimmich' setzt im Sommer 2024 an, als Joshua Kimmich nach vielen Jahren beim FC Bayern erstmals öffentlich über einen Vereinswechsel nachdenkt. Paris Saint-Germain klopft an, Gespräche werden konkret, doch erst nach langem Abwägen und Einblicken in seine familiären und beruflichen Überlegungen entscheidet sich Kimmich letztlich für einen Verbleib in München. Neben dem sportlichen Alltag fängt der Film auch private Momente, Gespräche mit seiner Frau und Stimmen wichtiger Trainer ein – es entsteht das facettenreiche Porträt eines ehrgeizigen individuellen Charakters im Spannungsfeld zwischen familiärer Verantwortung, Karriereplanung und dem Wunsch, endlich einen ganz großen Titel mit der Nationalmannschaft zu holen. Aktuelle Recherchen zeigen, dass auch in der Berichterstattung rund um die Nationalmannschaft und Kimmich zurzeit viel Bewegung herrscht: Zuletzt wurde im Zusammenhang mit der EM-Vorbereitung Kimmichs Führungsstil gelobt, aber auch kritisch beäugt. Die Süddeutsche Zeitung widmet sich in einem aktuellen Artikel den Herausforderungen, die auf Kimmich als neuen Kapitän zukommen, und hebt hervor, wie komplex seine Rolle im Vergleich zu früheren Spielführern ist. Parallel berichtet Spiegel Online über die aktuelle Form und den Einfluss von Kimmich im Nationalteam – insbesondere darauf, wie das Team seine Anweisungen auf dem Platz umsetzt und wo noch Luft nach oben bleibt. Zu guter Letzt beschäftigt sich die FAZ mit Kimmichs persönlicher Entwicklung und seinem Engagement außerhalb des Spielfelds, insbesondere seinem gesellschaftlichen Einsatz, der zunehmend in den Vordergrund rückt.

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