Der Düsseldorfer Satiriker Jacques Tilly sitzt weiter im Mittelpunkt eines russischen Gerichtsdramas. Sein Urteil wegen angeblicher Verunglimpfung russischer Behörden ist noch nicht endgültig: Ein Revisionsprozess ist angesetzt, wobei Tilly nach eigenen Angaben kaum Informationen über das Wie und Warum erhält. Für Kritik sorgt die mangelnde Transparenz – sowohl in Bezug auf die Berufung als auch auf den Umgang russischer Justiz mit westlicher Satire. Aktuell wird in deutschen Medien diskutiert, welche Bedeutung der Fall für die Meinungsfreiheit und den künstlerischen Ausdruck im internationalen Kontext haben könnte. Ergänzend berichtet die 'Süddeutsche Zeitung', Tillys Fall habe eine Debatte über die Absicherung westlicher Künstler vor politisch motivierter Strafverfolgung entfacht. Laut 'DW' ist die internationale Unterstützung für Tilly spürbar gewachsen, auch von Seiten zivilgesellschaftlicher Organisationen. 'Der Spiegel' hebt hervor, dass Tilly bei dem anstehenden Termin auf diplomatischen Rückhalt aus Deutschland zählt, um Willkür vorzubeugen. Unterm Strich bleibt: Die Mischung aus Rechtsunsicherheit und politischen Spannungen prägt das Verfahren weiter – eine Klärung liegt noch in der Ferne.