Der DJV sieht durch die geplanten IFG-Änderungen einen schweren Schlag gegen die Pressefreiheit und einen Rückschritt für Transparenz und demokratische Kontrolle. Hintergrund ist der Plan der Regierungskoalition, Informationsanfragen künftig auf Privatpersonen mit nachgewiesenem Interesse zu beschränken sowie Gebühren ohne Obergrenze zu erheben. Zahlreiche Medien und Transparenzinitiativen warnen, dass diese Entwicklungen investigative Recherchen und die Arbeit von Journalist:innen massiv behindern könnten – und das in einer Phase, in der Falschinformationen besonders leichtes Spiel haben. Laut Süddeutscher Zeitung und Spiegel gibt es in der professionellen Medienlandschaft breite Kritik am Vorschlag, weil Journalismus und Zivilgesellschaft von Antworten auf Behördenanfragen strukturell ausgeschlossen würden. Ergänzend betonen Bürgerrechtsorganisationen wie FragDenStaat, dass die geplante Abschaffung der Gebührenobergrenze gerade den Zugang zu Informationen für kritische Recherchen bedroht. (https://www.sueddeutsche.de und https://www.spiegel.de) Erweiterte Details: - Verschärfte Zugangsbeschränkungen beim IFG könnten nach Auffassung von Transparency International zu einer Abschottung staatlicher Stellen führen und untergrabe so das Vertrauen in Regierung und Verwaltung. - Die beabsichtigten Maßnahmen sehen vor, dass Institutionen wie NGOs und Journalist:innen nicht länger in gleicher Weise wie Privatleute Anfragen stellen könnten – ein Bruch mit der bisherigen Praxis vieler westlicher Demokratien. (Quelle: https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/pm-nichttransparenter-staat) - Kanzler Scholz und Justizminister Buschmann verteidigen die Änderungen in Interviews als notwendige Modernisierung, um den Behörden angesichts steigender Anfragen mehr Rechtssicherheit zu geben – Kritiker sehen darin aber vor allem eine versteckte Einschränkung der Informationsfreiheit.