Die „Sisters of Mercy“, Betreiberinnen des Mukuru Internats in Nairobi, hatten jahrelang mit einem Dilemma zu kämpfen: Stromausfälle in Ostafrika sind Alltag – und damit fiel auch die Warmwasserversorgung regelmäßig aus. Ursprünglich installierte man deshalb eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage, um Strom zu erzeugen und Wasser zu erwärmen. Klingt logisch, nur: Ohne Strom aus dem Netz läuft auch die Warmwasserbereitung nicht. So stand der 1.000-Liter-Boiler öfter kalt als warm da, und die Kinder waren morgens oft gezwungen, sich eisig abzuspritzen. Reinhard Krall, als technischer Leiter mit österreichischen Wurzeln, packte die Sache an und hörte sich um. Nach einigen Umwegen fand er eine überraschende Lösung in der Heimat: Ein kontakt zu my-PV, einem Unternehmen aus Neuzeug, das auf netzunabhängige Photovoltaik-Heizlösungen spezialisiert ist, brachte die Wende.
Der SOL-THOR – so heißt das Herzstück – speist sich direkt von den PV-Modulen am Dach, ganz ohne Netzanschluss. Der Clou: Er nutzt Gleichstrom und betreibt damit den Heizstab im Boiler. Die Sonne – und davon gibt’s in Nairobi mehr als genug – liefert nun tagtäglich warmes Wasser. Krall sagt nicht ohne Stolz: „Für die Jungs ist das wie ein kleines Wunder – heiß duschen statt bibbern!“
Neun PV-Paneele und der SOL-THOR garantieren nun, dass in zwei Bädern je vier Duschen zuverlässig warmes Wasser sprudelt. Im Alltag klingt das fast unspektakulär – aber für die Kinder ist’s ein deutlicher Schritt zu mehr Lebensqualität. Auch für my-PV, gegründet 2011, ist es ein Beleg für die Praxistauglichkeit ihrer Technik, die längst auch Heizungen belebt. Die Wurzeln bleiben bodenständig: 75 Mitarbeiter tüfteln in Neuzeug weiter daran, Sonnenstrom fürs tägliche Leben nutzbar zu machen.
Manchmal wird Wärme eben zur Herzensangelegenheit – für die, die sie am meisten brauchen.
Das Mukuru Promotion Centre in Nairobi hat dank der österreichischen Erfindung SOL-THOR erstmals eine verlässliche Warmwasserversorgung für etwa 50 Straßenkinder. Die vorherige netzabhängige Photovoltaikanlage erwies sich aufgrund der instabilen Energieversorgung in Kenia als unpraktikabel; die Umstellung auf eine netzunabhängige Lösung, die direkt mit Sonnenenergie arbeitet, war letztlich der Durchbruch. Aktuelle Berichte zeigen, dass Solarprojekte in Entwicklungsländern mit eigenständiger Infrastruktur echten Alltagserfolg bringen können – nicht nur für den Komfort, sondern vor allem für Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.
Nach aktueller Recherche gibt es verstärkte Berichterstattung über innovative Solarprojekte in Afrika und deren Beitrag insbesondere für Schulen und soziale Einrichtungen – auch deutsche Hilfswerke und Firmen sind zunehmend beteiligt. Zudem betonen Experten auf Nachrichtenportalen wie Spiegel oder Zeit, wie wichtig gezielte, nachhaltige Technikförderung auf lokaler Ebene ist, um die Abhängigkeit vom oftmals schwankenden Stromnetz zu minimieren und Lebensqualität zu sichern.