Die Bundesregierung überlegt ernsthaft, angesichts der gestiegenen Kraftstoffpreise für Autofahrer eine pauschale Entlastung per Überweisung einzuführen, statt die Kfz-Steuer lediglich zu senken. Im Gespräch ist ein direkter Auszahlungsmechanismus, der ursprünglich als massentaugliches Klimageld für die Rückgaben der CO2-Abgabe gedacht war, bislang jedoch nicht eingesetzt wurde. Die Debatte ist politisch noch offen, allerdings gibt es in der Ampel-Koalition durchaus Befürworter, insbesondere da eine klassische Steuersenkung vor allem Besserverdienende, die große Wagen fahren, profitieren lassen würde. Ergibt sich nun die Möglichkeit, tatsächlich erstmals Finanzhilfen unbürokratisch auszuschütten, wäre das ein Novum in der deutschen Steuerpolitik. Laut aktuellen Medienberichten prüfen verschiedene Ressorts die Durchführbarkeit – und die Chancen stehen besser als noch vor einigen Monaten. Weitere Hintergründe: Neueste Recherchen zeigen, dass die finanzielle Belastung für die Bürger durch die Energiekosten anhaltend hoch bleibt und politische Maßnahmen dagegen stark diskutiert werden. Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung gibt es immer wieder Kritik an der sozialen Ausgewogenheit von Entlastungen, da sie häufig einkommensstarke Haushalte stärker begünstigen. Die Umsetzung direkter Überweisungen wird von vielen Ökonomen als sinnvoll eingestuft, um zielgerichtet zu helfen, doch bleibt abzuwarten, ob auch der Bundestag zustimmt.