Der Deutsche Städtetag fordert eine rechtssichere und verlässliche Regelung für den Verbleib syrischer Fachkräfte in Deutschland. Durch die Integration syrischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt, insbesondere in von Fachkräftemangel betroffenen Sektoren, ergibt sich für die deutsche Wirtschaft nicht nur ein Vorteil – es trägt auch zur gesellschaftlichen Stabilität bei. Und während die Debatte um Abschiebungen weiterhin polarisiert, drängen Kommunen und Wirtschaft auf eine pragmatischere Lösung, die Humanität und arbeitsmarktpolitische Bedürfnisse in Einklang bringt. Aktuell zeigt sich außerdem: Trotz anhaltender Unsicherheiten kehren viele Syrer nicht zurück, etwa weil sie ihren Lebensmittelpunkt längst in Deutschland gefunden haben. Einige Bundesländer fordern bereits von der Bundesregierung, umfassendere Bleiberechtsregelungen für Menschen aus Ländern mit unsicherer Lage zu schaffen. Angesichts neuer Asylrechtsdebatten und verschärfter politischer Töne bleibt die konkrete Ausgestaltung solcher Regelungen allerdings umkämpft.