KI als Produktivitätsturbo – Nahles sieht Chance für kürzere Arbeitszeiten

Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, betrachtet den Wunsch nach weniger Arbeitsstunden entspannt – vorausgesetzt, intelligente Technologien wie KI steigern die Produktivität spürbar.

heute 13:09 Uhr | 5 mal gelesen

Kürzer arbeiten? Klingt für viele verlockend – laut einer aktuellen Befragung durch das Umfragezentrum Bonn im Auftrag des DGB wünscht sich tatsächlich mehr als die Hälfte der deutschen Beschäftigten genau das. Andrea Nahles, Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, hat damit offenbar kein Problem, solange ein entscheidendes Kriterium erfüllt wird: Die Produktivität muss nach oben. Im Gespräch mit dem Nachrichtensender "Welt" formulierte sie beinahe lapidar: 'Wir haben hierzulande ein Produktivitätsproblem – und zwar ein echtes.' Statt endloser Stunden zählt für sie der intelligente Output. Hier komme Künstliche Intelligenz ins Spiel – aktuell die wohl stärkste Stellschraube zur Wertschöpfung. Zwar habe man in Deutschland KI bisher eher zögerlich betrachtet, aber das drehe sich jetzt: Laut dem Institut IAB nutzt inzwischen ein Viertel der Unternehmen KI-Anwendungen (2023 waren es erst fünf Prozent). Nahles sieht darin nicht weniger als den Schlüssel für mehr Innovation und letztlich bessere Arbeitsbedingungen. Und, man höre, sie fordert: 'Mehr Mut beim Thema Produktivität!'

Andrea Nahles, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, begrüßt die Debatte um kürzere Arbeitszeiten, macht dabei aber klar: Zentrale Voraussetzung ist eine gesteigerte Produktivität – am besten durch den klugen Einsatz von KI. Die BA beobachtet, dass die Akzeptanz von KI-Technologien in Unternehmen zuletzt überraschend stark gestiegen ist – ein Faktor, der offenbar dringend nötig ist, um die zurückgehende Produktivität in Deutschland wieder ins Positive zu drehen. Die Hoffnung: Fortschritt durch Technik entlastet Beschäftigte und kürzt die nötigen Arbeitsstunden, anstatt sie zu verlängern, wie die aktuelle Umfrage zeigt. In aktuellen Berichten der letzten 48 Stunden wird das Thema KI und Arbeitsmarkt breit diskutiert: • Laut FAZ hat der Einsatz von KI das Potenzial, nicht nur Spitzenkräfte, sondern auch kleinere und mittlere Unternehmen signifikant zu unterstützen, wobei die Integration bislang noch mit Unsicherheit und hohem Schulungsaufwand verbunden ist (https://www.faz.net). • Die Zeit beschäftigt sich mit den ethischen und sozialen Folgen von KI im Arbeitsleben und mahnt an, dass Regulierung und Weiterbildung entscheidend darüber bestimmen, ob Beschäftigte von kürzeren Arbeitszeiten tatsächlich profitieren oder verdrängt werden (https://www.zeit.de). • Bild berichtet von einem neuen Pilotprojekt, das Chatbots im öffentlichen Dienst ausprobiert, um Bürokratie abzubauen und die Effizienz zu steigern – mit ersten positiven Auswirkungen auf die Arbeitsbelastung (https://www.bild.de).

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