Wer schon immer einmal wissen wollte, wie sich Hightech, Tradition und menschliche Erfahrung in der Bundeswehr verbinden, sollte am 6. Juni 2026 einen Abstecher nach Nordholz wagen. Unter dem Motto "Wir sind da" rückt der Marinefliegerstützpunkt die Vielfalt der Bundeswehr ins Rampenlicht. Luftshows mit dem neuen U-Bootjäger P-8A Poseidon, dem A400M-Transporter, Eurofighter und weiteren Maschinen sorgen für Nervenkitzel und Gänsehaut. Doch es ist nicht nur für Technikfans ein Festtag: Im Ausstellungsbereich begegnet man Leopard-Panzern, Panzerhaubitzen und den aktuellsten Systemen aus Heer, Luftwaffe und Marine.
Wer lieber Action live miterlebt, dem zeigen die Marineinfanteristen in spektakulären Vorführungen unter anderem das sogenannte "Fast Roping". Im "Feldlager zum Anfassen" erfährt man, wie Soldat*innen im Einsatzalltag tatsächlich leben – jenseits von Klischees und PR-Bildern. Ganz irdische Herausforderungen demonstrieren Feuerwehr, Polizei und befreundete Rettungskräfte in einer Blaulichtmeile. Hier können Besucher Technik ausprobieren, Fragen stellen, vielleicht sogar Vorurteile ablegen?
Kinder und Familien sind selbstverständlich willkommen. Neben einer Hüpfburg gibt es Mal- und Spielbereiche; auch das leibliche Wohl kommt bei allerlei Ständen nicht zu kurz. Trotz aller Freude gilt: Sicherheit steht an erster Stelle. Zutritt gibt es nur mit gültigem Ausweis, für unter 16-Jährige nur in Begleitung Erwachsener. Bestimmte internationale Besucher*innen sind leider aus rechtlichen Gründen vom Zugang ausgeschlossen – klingt streng, ist aber das Ergebnis sehr konkreter politischer Vorgaben.
Seit 2015 ist der "Tag der Bundeswehr" ein fester Termin für neugierige und kritische Bürger:innen. 2019 gab es in Nordholz fast 15.000 Besucher: ein Zeichen, wie groß das Interesse an Transparenz, Dialog und Nähe zu den Streitkräften ist. Gerade heutzutage, wo das Bild der Bundeswehr oft im medialen Zwielicht erscheint, will man mit Offenheit eigenen Eindruck und ehrliches Gespräch ermöglichen. Wer lässt sich das freiwillig entgehen?
Marinefliegerkommando und Fliegerhorst Nordholz spielen eine zentrale Rolle in diesem Dialog mit der Bevölkerung. Rund 2.500 Menschen sorgen dafür, dass Rettung, Überwachung und auch militärische Fähigkeiten aus der Luft jederzeit bereit stehen – von Nordholz hinaus in die weite Welt. Wer dabei sein will: Details und Updates zu Programm und Anmeldung finden sich online. Medienvertreter*innen werden gebeten, sich rechtzeitig zu akkreditieren – gerne mit etwas Zeitpuffer am Tag zuvor, damit alles organisatorisch glatt läuft.
Am 6. Juni 2026 richtet der Marinefliegerstützpunkt Nordholz den Tag der Bundeswehr aus und verspricht ein vielschichtiges Programm für Groß und Klein – von Flugshows und Panzerparaden bis zu Mitmachaktionen der Rettungsdienste. Die Veranstaltung dient vor allem dazu, Transparenz zu schaffen und einen persönlichen Dialog mit der Bevölkerung herzustellen. Neu hinzugekommen ist, dass die Bundeswehr im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen nach außen zunehmend den offenen Austausch sucht, da in aktuellen sicherheitspolitischen Debatten – etwa um Bundeswehr-Einsätze im Ausland und die Beschaffung neuer Ausrüstung – die gesellschaftliche Akzeptanz und Mitarbeit weiterhin als wichtiger Faktor gilt. Zudem wurde bekannt, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius die Bedeutung solcher Präsenztage explizit betont hat, um Vorbehalte gegenüber der Truppe abzubauen und neue Wege für Nachwuchsgewinnung zu erschließen. Auch die fortschreitende Digitalisierung im Streitkräfte-Alltag, etwa durch virtuelle Mitmach-Angebote oder Live-Streams von Vorführungen, spielt eine wachsende Rolle.