Manchmal braucht eine echte Innovation nur einen klugen Impuls, und dann entsteht etwas, das den Alltag vieler Menschen umkrempelt. So auch beim KI-Projekt „EPWUF-KI“: Kern des Systems ist eine Sohle mit eingebauten Sensoren, die Druck auf Fußwunden erkennen und Daten via App direkt an Betroffene senden. Wer von zu viel Belastung bedroht ist – ein kurzer Blick aufs Handgelenk genügt und die Warnung kommt. Pflegerinnen, Pfleger oder Ärztinnen können die Werte zudem ortsunabhängig per Web-Plattform kontrollieren und die Therapie anpassen. Ein eigens entwickeltes mobiles KI-Tool hilft zudem bei der komplizierten Vermessung und Dokumentation der oft sperrigen diabetischen Wunden.
Erste Studien legen nahe, dass sich Wunden durch das digitale System im Schnitt bis zu 200 Tage früher schließen – ein gewaltiger Schritt nach vorn, wenn man bedenkt, wie langwierig und nervenaufreibend solche Prozesse normalerweise verlaufen. Auch die Personalbelastung sinkt durch die KI-gestützte Unterstützung. Mehrere Institutionen aus Forschung, Pflege und Industrie waren beteiligt – und das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt steuerte die nötigen Fördermittel bei.
Der Preis „Ideas for Impact“ zeichnet seit Jahren Projekte aus, deren Ideen wirklich in die Breite gehen könnten: Umsetzbarkeit, Skalierbarkeit, Praxisrelevanz. Besonders spannend: Das System lässt sich perspektivisch auf andere Krankheitsbilder übertragen. Neben dem Hauptpreis wurden dieses Jahr die Bremer Forschenden des Projekts „ProKIP“ für ihre Initiative zur klugen Integration von KI in Pflegeprozesse mit einem Sonderpreis geehrt.
Abschließend notiert: Am 26. Februar 2026 wird in Berlin gefeiert. Und die eigentliche Hoffnung – das bleibt nach solchen Nachrichten immer hängen – ist, dass solche Lösungen nicht in der Schublade enden, sondern ein Grundrauschen für medizinische Innovation werden.
Das Team um Prof. Dr. Hubert Otten hat mit EPWUF-KI eine technologische Lösung geschaffen, die Diabetespatienten mit Fußsyndrom konkrete Hilfe bringt: Sensoren messen Druck auf die betroffene Stelle und warnen per App. Das erleichtert nicht nur im Alltag, sondern verbessert nachweislich die Heilungschancen – in Studien war eine Wundheilung um bis zu 200 Tage schneller als bei herkömmlicher Pflege. Zeitgleich profitieren Fachpersonal und Mediziner von smarter Dokumentation und einer plattformübergreifenden Vernetzung, was wiederum Arbeitszeit spart, Fehlerquellen verringert und Ressourcen schont. Weiterführende Informationen zeigen, dass KI-Systeme in der Wundversorgung dabei sind, sich in der Fläche zu etablieren – auch, weil andere Kliniken Folgen wie Amputationen durch frühzeitige Diagnostik verringern wollen. Die Robert Bosch Stiftung versucht zudem, das Thema gesellschaftlich zu öffnen: Der Gesundheitspreis sucht ganz bewusst Ansätze, die ältere Menschen, chronisch Kranke und Pflegepersonal stärken. Gerade in Skandinavien und den Niederlanden experimentieren Universitäten bereits mit vergleichbaren KI-Systemen, die praxistauglich, sicher und breit adaptierbar sind (Quelle: t3n.de, spiegel.de, sueddeutsche.de).