Boris Rhein, CDU-Ministerpräsident von Hessen, spricht offen über Bedenken und notwendige Strategien, falls die AfD in einem Bundesland an die Regierung gelangt. Insbesondere die Vertraulichkeit und Weitergabe sensibler Informationen zwischen den Ländern stünden dann auf dem Prüfstand, so Rhein; er hält es für gefährlich, diese Möglichkeit zu unterschätzen. Bundesweit wächst unter anderem die Diskussion darüber, wie demokratische Institutionen und föderale Kooperationsstrukturen einer möglichen AfD-Regierung begegnen können – vor allem mit Blick auf Sicherheitsfragen und die Integrität gemeinsamer Polizeiarbeit. Aktuelle Entwicklungen zeigen: Die Union (CDU/CSU) ringt mit ihrer Strategie im Umgang mit AfD-Wahlerfolgen, weil in Ostdeutschland die Partei teils deutlich Erst- oder Zweitstärkste ist. Gleichzeitig verzeichnet die AfD bei jungen Wählern Zugewinne, was Sorgen über den gesellschaftlichen Zusammenhalt verstärkt. Bundesweit diskutieren Politiker und Verfassungsschützer, ob und wie institutionelle Mechanismen, bis hin zu Kooperationsverweigerung oder möglichen Anpassungen im Föderalismus, im Falle einer Machtübernahme der AfD zur Anwendung kommen sollten.