Klimapaket 2026: Regierung schnürt neues Maßnahmenbündel

Mit einem überraschend breit aufgestellten Klimaschutzprogramm will das Bundeskabinett die Transformation in Richtung Klima-Neutralität anschieben.

heute 12:56 Uhr | 5 mal gelesen

67 verschiedene Maßnahmen hat die Bundesregierung im neuen Klimapaket auf den Weg gebracht – eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, wie träge solche Prozesse oft verlaufen. Laut Umweltminister Carsten Schneider (SPD) ist das Ziel klar definiert: Bis 2030 will man mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Dafür sollen unter anderem 2.000 zusätzliche Windkraftanlagen entstehen, außerdem gibt’s frisches Geld für 800.000 neue E-Autos. Auch für die Industrie ist der Wandel teuer, aber greifbar: Unterstützung beim Umstieg auf zeitgemäße Technologien ist fest zugesagt. Insgesamt werden acht Milliarden Euro locker gemacht. Ab 2027 ist ein weiterer Batzen geplant – 7,6 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds, plus nochmal 400 Millionen aus einem Sondertopf. Das meiste davon fließt in den Umbau der Industrie und in die Kreislaufwirtschaft. Die Hoffnung: weniger Geld für Erdgas und Sprit hinauswerfen, Jahr für Jahr. Verkehr? Ja, auch da passiert was – etwa mit massiver Förderung für neue Ladestationen und dem Bestreben, das Deutschlandticket als günstige Option langfristig zu erhalten. Experten schätzen, allein das spare jährlich etwa eine Million Tonnen CO2, was tatsächlich fast zehn Millionen Tankfüllungen entspricht. Zugegeben: Bei der Annahme spielt der aktuelle Ticketpreis die Hauptrolle. Aber Minister Schneider bleibt zuversichtlich: „Solange das Ticket günstig bleibt, werden Leute umsteigen.“ Und nicht zu vergessen – auch Landwirte und Waldbesitzer sollen profitieren, indem sie CO2 noch besser binden: intakte Moore und gesunde Wälder sind plötzlich voll im Fokus. Trotzdem, so ehrlich ist Schneider, sind weitere Nachbesserungsrunden unausweichlich. Klimaschutz, das klingt vielleicht nach Marathon und Knieweh – aber Aufgeben zählt offenbar nicht.

Das deutsche Bundeskabinett hat Mitte Juni 2024 ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm mit 67 Einzelmaßnahmen verabschiedet. Im Mittelpunkt stehen massive Investitionen in Windenergie, Elektromobilität und die Umstellung der Industrie – finanziert aus diversen Fördertöpfen, die bis 2030 große CO2-Einsparungen bringen sollen. Neuerdings gibt es auch eine deutliche Stärkung der Kreislaufwirtschaft und der Landwirtschaft als CO2-Senke, während offene Fragen insbesondere bei der künftigen Finanzierung des Deutschlandtickets und der tatsächlichen CO2-Wirkung der beschlossenen Maßnahmen bleiben. Nach aktuellen Berichten, etwa von der Süddeutschen Zeitung, steht noch nicht fest, ob die Maßnahmen wirklich ausreichen, um das Klimaziel 2030 sicher zu erreichen. Viele Expert:innen befürchten, dass insbesondere durch den hohen Strombedarf der Industrie und den schleppenden Ausbau erneuerbarer Energien schnellere und wirksamere Nachsteuerungen nötig sein werden. Zu neuen Hoffnungsträgern könnten innovative Projekte in der Landwirtschaft und gezielte Subventionen für nachhaltigere Produktionsweisen werden, dies berichten auch mehrere nationale Medien der letzten Tage.

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