Kraftstoffpreise an deutschen Zapfsäulen erneut auf Höhenflug

Nach einer kurzen Verschnaufpause ziehen die Spritpreise in Deutschland wieder merklich an.

heute 15:38 Uhr | 5 mal gelesen

Gerade als viele dachten, dass nach den stetigen Preissprüngen an der Zapfsäule so etwas wie Normalität einkehrt, gibt es den nächsten Aufschlag. In der vergangenen Woche war eine kleine Entspannung zu spüren, fast so, als ob das Aufatmen schon anstand. Doch jetzt, laut aktuellen Zahlen des ADAC vom Mittwoch, hat der Preis für einen Liter Super E10 wieder um 4,4 Cent angezogen – im Schnitt landet der Preis nun bei 2,103 Euro. Bei Diesel sieht es noch krasser aus: Ganze 7,1 Cent mehr, sodass man im Durchschnitt jetzt 2,20 Euro hinblättern muss. Diese Entwicklung ist nichts für Leute mit schwachen Nerven oder leerem Portemonnaie.

Was ein wenig tröstet: Zum 1. Mai wurde die Energiesteuer gesenkt, was schrittweise einen Preisrückgang von rund 16,7 Cent pro Liter ermöglichen soll. Allerdings – so schätzen Experten – wird das wohl nicht wie ein Dominoeffekt sofort spürbar, sondern könnte durch die zeitliche Nähe zum 1. Mai (und den Feiertagseffekt) etwas schleppender passieren. Kein Wunder also, dass sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer ratlos die Stirn reiben.

Die Preise für Diesel und Super E10 in Deutschland bewegen sich erneut nach oben, nachdem zuletzt eine moderate Entspannung an den Tankstellen zu beobachten war. Gründe sind unter anderem globale Preisschwankungen, Konsumverhalten und die Umstellung im Steuersystem, wobei die jüngste Reduzierung der Energiesteuer erst nach und nach auf den Endkundenpreis durchschlagen dürfte. In aktuellen Medienberichten werden außerdem geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten, starke Reiseströme rund um den Maifeiertag sowie Lieferengpässe infolge von Wartungsarbeiten in Raffinerien als zusätzliche Faktoren für die Preisanstiege hervorgehoben. Weitere Infos aus neueren Recherchen: Die süddeutsche.de meldet, dass besonders an Autobahntankstellen kräftig an der Preisschraube gedreht wurde. Laut spiegel.de führt die Kombination aus gestiegener Nachfrage und angespannten Ölmärkten zu weiterem Preisdruck. Die FAZ analysiert, dass die Entlastung durch die niedrigere Steuer wohl erst mit Verzögerung voll an die Verbraucher weitergegeben wird und politische Unsicherheiten eher für dauerhafte Preisvolatilität sorgen könnten.

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