MDR-Intendant Ralf Ludwig bringt es auf den Punkt: "Unsere Motivation für den 'Leipziger Appell' war schlicht die Wahrnehmung, dass Bedrohungen und Einschränkungen von Medienfreiheit eben nicht nur andernorts, sondern auch bei uns zunehmen. Das trifft uns alle – denn ohne unabhängige Berichterstattung funktioniert keine Demokratie, jedenfalls keine, die diesen Namen verdient. Dass sich nun so viele Organisationen – darunter der Deutsche Presserat, CORRECTIV, die Deutsche Journalistenschule und viele mehr – dem Appell anschließen, freut mich persönlich, aber auch als Vertreter des MDR. Der Kreis der Unterzeichnenden wächst; von Stiftungen über Medienverbände bis hin zu Hochschulen. Das ist hoffentlich mehr als Symbolpolitik."
Wiederum neu auf der Unterstützendenliste: Initiativen wie das Bonn Institute, Jugendpresse Deutschland e.V., die Leipziger Buchmesse, und sogar Verbraucherschützer aus Sachsen. Wer nachlesen will, wen genau der Appell inzwischen einspannt: Einfach unter mdr.de/leipziger-appell schauen.
Zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai setzt der MDR zudem auf Dialog und Austausch: Mitarbeitende besuchen Schulen, sprechen offen über das Arbeiten unter journalistischer Freiheit, sprechen aber auch mögliche Grenzen an. Medienkompetenz wird nicht als Selbstläufer gesehen, sondern muss wachgehalten und immer wieder neu vermittelt werden. Details und Termine findet man in den offiziellen MDR-Medienmitteilungen.
Wer selbst als Institution oder Verein ein Zeichen setzen will, kann sich direkt an das MDR-Kommunikationsteam wenden: leipziger-appell@mdr.de.
Mehr als drei Dutzend Einrichtungen und Organisationen gehören mittlerweile zu den Unterzeichnenden des 'Leipziger Appells', mit dem der MDR öffentlich zur Verteidigung der Medienfreiheit aufruft. Der Appell, aus Anlass der Auszeichnung des MDR als "Ort der Demokratiegeschichte" ins Leben gerufen, zählt neben Medienunternehmen auch Akteure aus Bildung, Verbraucherschutz, journalisitischer Ausbildung und Kultur zu seinen Unterstützern. Herauszuheben ist, dass der Appell nicht nur Symbol sein möchte; besonders durch Aktionen wie die Gespräche der MDR-Mitarbeitenden an Schulen gewinnt diese Initiative praktische Wirkung und inspiriert zu mehr Sensibilität für Medienkompetenz und Demokratie.
Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass das Thema Pressefreiheit gerade in Zeiten der Digitalisierung und politischer Polarisierung an Bedeutung gewonnen hat. Journalistische Berichte deuten darauf hin, dass Angriffe auf Medienschaffende, gezielte Falschinformation und strukturelle Einschränkungen auch innerhalb Europas zunehmen. Der MDR greift diese Themen gezielt auf und versucht durch transparente, aktive Öffentlichkeitsarbeit ein Gegengewicht zu setzen.