Kraftstoffpreise steigen: Februar bringt höhere Kosten an der Zapfsäule – Konflikte im Nahen Osten sorgen für Unsicherheit
München – Im Februar mussten Autofahrer:innen in Deutschland tiefer in die Tasche greifen: Spritpreise kletterten im Vergleich zum Vormonat spürbar, wie der ADAC aktuell meldet. Super E10 schlug im Schnitt mit 1,76 Euro je Liter zu Buche – das sind 2,1 Cent mehr als noch im Januar. Diesel verteuerte sich sogar noch stärker. Rohöl war ebenfalls teurer, angetrieben von geopolitischen Spannungen.
heute 15:09 Uhr | 3 mal gelesen
Bild: Benzin und Diesel im Februar teurer als im Vormonat / Super E10 2,1 Cent teurer, Diesel 3 Cent / 28. Februar teuerster Tag des Monats / Krieg im Nahen Osten dürfte Spritpreise kräftig steigen lassen presseportal.de
Der letzte Tag des Monats Februar erwies sich für Verbraucher:innen als echter Kosten-Schock: Preise an deutschen Tankstellen zogen spürbar an. Ein Liter Super E10 kostete am 28. Februar 1,789 Euro – Diesel lag bei 1,754 Euro je Liter. Überraschend günstig war Super E10 zu Beginn des Monats, am 5. Februar, mit 1,736 Euro – Diesel war am 18. Februar am preiswertesten (1,700 €/l). Der ADAC sieht im Preisanstieg gegen Monatsende bereits die ersten Auswirkungen internationaler Krisen: Der Nahost-Konflikt – besonders die Lage im Iran und die Sperrung der Straße von Hormus – wirkt massiv auf den Ölmarkt. Und das merkt man prompt am Zapfhahn! Während ein Barrel Brent-Öl am 27. Februar noch bei etwa 72 Dollar lag, schoss der Preis binnen vier Tagen auf 80 Dollar nach oben. Tanken wurde prompt um fünf Cent teurer – innerhalb eines Wochenendes. Unschöne Aussichten, nicht wahr? Der ADAC bleibt bei seinem altbekannten Tipp: Tankvorgänge am Morgen möglichst meiden – Preise schwanken tageszeitlich erheblich. Wer sparen will, sollte Preise vergleichen. Die App "ADAC Drive" bietet eine praktische Übersicht, bei der sich leicht günstigere Tankstellen finden lassen.
Im Februar 2024 verteuerten sich die Kraftstoffpreise – laut ADAC zahlten Autofahrende für Super E10 2,1 Cent und für Diesel 3 Cent mehr als im Januar. Den teuersten Tag markierte der 28. Februar, was auf steigende Rohölpreise und geopolitische Risiken, insbesondere den eskalierten Nahost-Konflikt mit der Sperrung der Straße von Hormus, zurückzuführen ist. ADAC empfiehlt weiterhin, abends und an günstigen Stationen zu tanken und aktuelle Preise mit einer App zu vergleichen.
Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Welt-Ölmärkte äußerst sensibel auf geopolitische Ereignisse reagieren – erst recht, wenn eine wichtige Handelsroute wie die Straße von Hormus blockiert wird und Unsicherheit herrscht, wie lange und wie stark der Ölfluss tatsächlich eingeschränkt bleibt. Hinzu kommt die inländische Unsicherheit: Die Regierung diskutiert schon über mögliche Entlastungen. In seriösen Medien wie der Süddeutschen oder Spiegel wird über Inflationsängste, Proteste gegen hohe Preise und den Trend zu alternativen Antrieben in der Öffentlichkeit berichtet, wobei viele Menschen konkrete Vorschläge von der Politik erwarten. Die aktuelle Mischung aus globalen Krisen und ökonomischem Druck setzt nicht nur Autofahrenden, sondern auch Wirtschaft und Politik unter Zugzwang.