Kritik des Zentralrats am Israel-Standpunkt der Linken

Der Zentralrat der Juden in Deutschland geht auf Distanz zur Partei Die Linke.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats, äußert deutliche Bedenken gegenüber den jüngsten Parteitagsbeschlüssen zum Gazakrieg und sieht darin eine gefährliche Entwicklung.

heute 16:59 Uhr | 1 mal gelesen

Schuster findet klare Worte: Mit ihrer aktuellen Haltung zu Israel entziehe sich Die Linke für jüdische Wählerinnen und Wähler jeglicher Akzeptanz.

Konkret: Die Linke hatte auf dem Bundesparteitag in Potsdam am vergangenen Wochenende Israels Vorgehen im Gazastreifen als 'Völkermord' eingestuft. Gleichzeitig spricht sie sich sowohl für das Existenzrecht Israels als auch für das Palästinas aus, bekundet aber auch, sich von jedem Antisemitismus wie auch von Rassismus abzugrenzen.

Schuster sieht das kritisch. Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland sei nach wie vor erschütternd hoch. Die Beteuerungen der Linken gegen Antisemitismus wirken – in seinen Augen – eher wie leere Worthülsen. Für ihn klaffen die Ablehnung von Antisemitismus und gleichzeitige Boykottaufrufe oder schwerwiegende Vorwürfe gegen Israel zu weit auseinander. 'Das ist nicht nur widersprüchlich, sondern spielt gefährlichen Tendenzen in die Hände', resümiert er – mit sichtbarer Enttäuschung über die Partei.

Der Zentralrat der Juden übt harte Kritik am Kurs der Linken zum Nahostkonflikt. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats, wirft der Partei vor, mit ihrer Israel-Politik das Risiko für Antisemitismus in Deutschland eher zu erhöhen, anstatt dagegen zu wirken. Interessant ist, dass seit Beginn des Gaza-Krieges antisemitische Vorfälle in Deutschland zunehmen – das bestätigen auch offizielle Statistiken und aktuelle Medienberichte. Schuster zweifelt öffentlich an der Glaubwürdigkeit der Linken und betont, dass zwischen pro-palästinensischen Boykottinitiativen und Genozid-Vorwürfen gegenüber Israel ein gefährlicher Spagat liege. Nach Recherchen in aktuellen Medien gibt es weiterhin eine lebhafte Debatte in der deutschen Politik und Öffentlichkeit über den richtigen Umgang mit dem Nahostkonflikt, wobei insbesondere die Sprache in politischen Stellungnahmen zunehmend kritisch hinterfragt wird.

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