Kunsttage am Tegernsee: Die besondere Verbindung von Kunst und Alltag im Bachmair Weissach

Weissach / Rottach-Egern – Anfang März verwandelte sich das Spa & Resort Bachmair Weissach am Tegernsee in eine Bühne für zeitgenössische Kunst. Zum Auftakt lud Gastgeber Korbinian Kohler gemeinsam mit WELTKUNST und dem Zeitverlag zu einer KUNST SOIRÉE, gefolgt von einer vielbeachteten Doppelausstellung in der hauseigenen Gallery KOKO. Das Konzept? Kunst dort erlebbar zu machen, wo man sie am wenigsten erwartet: mitten im Alltag – zwischen Pool, Lobby und Restaurant.

08.03.26 14:30 Uhr | 16 mal gelesen

Tag eins: Kunst, Gespräche, Sushi und Beats

Am 5. März fanden sich Kunstliebhaber, Kulturschaffende und Branchenkenner im Spa & Resort Bachmair Weissach ein, um Kunst aus neuen Blickwinkeln zu erleben – ein wenig mondän und zugleich niederschwellig. Gastgeber waren niemand geringerer als Korbinian Kohler, der Zeitverlag und das Kunstmagazin WELTKUNST. Moderiert von Dr. Lisa Zeitz (Chefredakteurin WELTKUNST) und Christoph Amend (Editorial Director DIE ZEIT), lieferten unter anderem Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Dr. Annette Doms und Dr. Roger Diederen Denkanstöße zu Künstlicher Intelligenz, Museumsvisionen und gesellschaftlicher Wirkung von Kunst.
Nach den Gesprächen traf man sich zum japanischen Dinner in entspannter Runde, quasi umgeben von der Aura kreativer Impulse. Zu den Gästen gesellten sich viele bekannte und weniger bekannte Namen aus der Kunst-, Kultur und Luxusszene – ob nun Malerinnen, Kulturmanager oder Sammler. Der DJ Wolfram schloss die Nacht musikalisch, irgendwas zwischen Paris und Tegernsee lag in der Luft.

Tag zwei: 'Artificial? Spuren des Gegenwärtigen' – eine Ausstellung als Alltagsbegleiter

Mehr als 400 Interessierte strömten am nächsten Tag zur Vernissage der neuen Ausstellung der Gallery KOKO. Unter dem Titel 'Artificial? Spuren des Gegenwärtigen' zeigten Benedikt Müller und Annabel Weichel – beide selbst KünstlerInnen aus München – eine klug kuratierte Mischung aus etablierten Namen und jungen Talenten. 16 Positionen vereinten sich zu einem vielfältigen Panorama: Malerei trifft Fotografie, Glas trifft Skulptur, und immer wieder das Hinterfragen dessen, was das Hier und Jetzt ausmacht.
Die Besonderheit: Kunst ist nicht mehr stumm verborgen im White Cube, sondern zeigt sich in den Fluren, Ecken und winkligen Zwischenräumen des Hotels – manchmal begegnet man ihr sogar im Bademantel auf dem Weg zum Wellnessbereich.

Zwischen Abstraktion und Alltag: Was sehen wir eigentlich?

Kuratorin Annabel Weichel formulierte es so: 'Was erkennen wir wirklich? Wann beginnt unsere Wahrnehmung zu kippen und die Einbildung mischt sich dazu?' Die ausgewählten Künstler, viele aus der Generation 'Xennials', spüren diesem Fragengelände zwischen Konkretem und Abstraktem nach. Besonders bemerkenswert: Werke von Gregor Hildebrandt, dessen analoge Kassettenbilder an Nostalgie und Materialpoesie erinnern, und ein Porträt von Jane Goodall und David Greybeard von Suse Kohler – ein Bild, das nachhallt. Glaskünstlerin Lavinia Berton schilderte den Entstehungsprozess ihrer Werke fast wie eine handwerkliche Meditation zwischen kontrolliertem Feuer und glasklarem Zufall.

Neue Kunst, neue Begegnungen – und jederzeit zugänglich

Die Ausstellung der Gallery KOKO ist bewusst als Einladung an alle Gäste, aber auch an externe Besucher, gedacht. Kunstführungen sind nach vorheriger Absprache möglich; für alle Neugierigen lohnt ein Blick auf die Webseite oder in den Onlineshop, der die Werke digital verfügbar macht. Wie Kohler es ausdrückt: 'Kunst kommt zu den Menschen – nicht andersherum.'

Für weitere Impressionen, Termine und Führungen: Gallery KOKO.
Digitale Galerie/Shop: Online Shop

Die diesjährigen Kunsttage im Spa & Resort Bachmair Weissach am Tegernsee wurden von einer ungewöhnlichen Atmosphäre zwischen Luxus, Nachdenklichkeit und gelebtem Alltag getragen. Bei der Soirée kamen nicht nur Größen der Kunstszene, sondern Vertreter*innen aus Mode, Medien und Gesellschaft zusammen, um zu diskutieren, wie Kunst unsere Wirklichkeit prägt – bis hin zur Rolle von KI in der Gegenwartskultur. Die jüngste Ausstellung, kuratiert von Benedikt Müller und Annabel Weichel, bringt das Kunstwerk explizit aus der Isolation in die Welt der alltäglichen Hotelgäste. Mit 16 Künstler*innen (darunter Namen wie Gregor Hildebrandt und Suse Kohler) reicht der Bogen von etablierter Medienkunst bis zum feinst ausgearbeiteten Glasobjekt. Die kreativen Arbeiten tauchen überraschend beim Durchqueren des Resorts auf – ein bewusst gesetzter Stilbruch zum elitären White Cube. Die Gallery KOKO will so neue Schwellen abbauen und fördert besonders Talente aus der Generation 'Xennials'.

Erweiterung durch aktuelle Recherchen:
Die deutsche Kunstlandschaft diskutiert derzeit intensiv über die Rolle von KI und Digitalisierung im künstlerischen Prozess, wie zuletzt in der FAZ analysiert wurde. Außerdem gewinnt die Beziehung zwischen privatem Kunstsammeln und öffentlicher Sichtbarkeit an Bedeutung – neue Galeriekonzepte fordern klassische Museumsmodelle heraus (vgl. Süddeutsche und taz). Aktuelle Umfragen zeigen zudem, dass die jüngere Generation ein hybrides Kunsterlebnis – physisch wie digital – bevorzugt und sich mehr Austausch zwischen Kunst, Alltag und gesellschaftlichem Diskurs wünscht.

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