Laschet zieht die bisherige rote Linie in der deutschen Debatte um eine mögliche militärische Beteiligung deutlich weiter, indem er deutsche Soldaten in der Ukraine ins Spiel bringt – wenn die politischen Voraussetzungen stimmen. Er betont die Notwendigkeit glaubwürdiger Sicherheitsgarantien der Amerikaner sowie eines ernsthaften Friedensschlusses mit Russland. Interessant ist auch Laschets Diagnose: Offenbar laufen zwischen USA und Russland verdeckte Gespräche, um den Konflikt zu entschärfen; gleichzeitig kritisiert er Europas bisherige Passivität und fordert eine eigenständigere Rolle. Aus unabhängiger Recherche ergibt sich: In den letzten Tagen haben sowohl die Süddeutsche als auch die FAZ und Spiegel ihre Analysen zu Europas Position im Ukraine-Konflikt vertieft. Sie berichten, dass sowohl innerhalb der EU als auch zwischen den USA, Frankreich, Deutschland und Polen heftig über Strategien, Waffenlieferungen und diplomatische Wege zur Beendigung des Konflikts gestritten wird. Einig sind sich aber viele Kommentatoren, dass der öffentliche Diskurs häufig den tatsächlichen Stand der Geheimverhandlungen oder Militärhilfen nicht widerspiegelt. Gleichzeitig zeigt sich, dass die russische Seite in den vergangenen 48 Stunden neue Offerten für lokale Waffenruhen gemacht hat, allerdings von der Ukraine und ihren Verbündeten bisher abgelehnt oder als Taktik eingeschätzt wurden.
10.01.26 13:05 Uhr