Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnten schwierige Mehrheitsverhältnisse entstehen, da laut Umfragen die AfD vor der CDU liegt. Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Linken, zeigt sich zwar bereit, eine CDU-geführte Regierung unter Sven Schulze zu tolerieren, stellt dafür jedoch konkrete Bedingungen wie den Verzicht auf rechte Positionen und eine soziale Politik. In den vergangenen Tagen wurde deutlich, wie verfahren und zugleich offen die Gespräche zwischen den demokratischen Parteien bleiben – insbesondere, weil die AfD weiterhin eine zentrale Bedrohung für stabile Mehrheiten darstellt. Neueste Medienberichte unterstreichen den Trend, dass Koalitionen gegen die AfD nach wie vor das politische Klima bestimmen, wobei auch überparteiliche Reformen, wie zuletzt etwa beim Mandatsreform-Kompromiss, für Bewegung sorgen. In Sachsen-Anhalt scheint die Zeit solcher ungewöhnlichen Bündnisse gekommen, gerade weil die demokratische Integrität und der gesellschaftliche Zusammenhalt zunehmend betont werden. Manche Kommentatoren fragen bereits, ob ein Tabubruch nötig oder gefährlich ist, wenn klassische Bündnisse durch die Stärke der AfD verhindert werden.