Literatur im Gespräch: Berkel, Knobloch und von Cranach bei Thea Dorn

Mainz – Thea Dorn lädt erneut in ihr 'Literarisches Quartett' ein und begrüßt diesmal Marlene Knobloch, Xaver von Cranach sowie Schauspieler und Autor Christian Berkel. Die Drei bringen ihre ganz eigenen Perspektiven auf aktuelle Werke ein, die Diskussionsrunde verspricht interessante Impulse. Los geht’s auf dem ZDF-Streamingdienst am 6. Februar 2026 ab 10 Uhr, im linearen TV läuft die Sendung noch am selben Tag um 23:30 Uhr.

heute 18:10 Uhr | 2 mal gelesen

Im Rangfoyer des Berliner Ensembles kommen beim aktuellen 'Literarischen Quartett' vier Bücher auf den Tisch: Jon Fosses 'Vaim', in dem Sprachlosigkeit auffällig viel Raum bekommt, David Szalays 'Was nicht gesagt werden kann', ein Buch über das Unsagbare zwischen den Zeilen, Richard Prices spannender Roman 'Lazarus Man' sowie Bodo Kirchhoffs 'Nahaufnahme einer Frau, die sich entfernt', das Nähe und Distanz auslotet. Unter Thea Dorns Moderation diskutieren Berkel, Knobloch und von Cranach mit Temperament, Widerspruch und durchaus auch einmal mit Augenzwinkern. Wer die Debatte live verfolgen möchte: Die nächste Ausgabe des Quartetts läuft wieder am 13. März 2026 am gewohnten Sendeplatz. Für Medienanfragen steht das Team der ZDF-Kommunikation bereit (Email siehe oben).

Die Talkrunde im berühmten 'Literarischen Quartett' hat sich zur Aufgabe gemacht, vier eindrückliche Neuerscheinungen der Gegenwartsliteratur gleichzeitig konträr und unterhaltsam zu besprechen. Mit dabei sind diesmal drei unterschiedliche Stimmen – Kulturjournalistin Knobloch, Kritiker von Cranach und der vielseitige Christian Berkel – die sich unweigerlich aneinander reiben, wenn es um Sprache, Wahrnehmung und Narrative geht. In Zeiten, wo Literatur- und Buchdebatten im Fernsehen eher selten geworden sind, bleibt das Format für viele ein Fixpunkt, um Orientierung und Inspiration für die eigene Leseliste zu bekommen. Aktuelle Literaturformate im deutschen Fernsehen stehen allgemein noch unter dem Eindruck der digitalen Konkurrenz; Streamingangebote gewinnen kontinuierlich an Bedeutung, während klassische Talkrunden wie das Quartett mit ihrer Mischung aus Debatte und persönlichem Urteil dennoch ein gewisses Stammpublikum behalten. Gerade zu Beginn des Jahres sorgen Debatten über Tonfall, Auswahl der Bücher und die Politisierung von Literatur für Aufmerksamkeit – insbesondere, wenn internationale Stimmen wie Fosse und Szalay auf die Gegenwartsliteratur im deutschsprachigen Raum treffen und Perspektiven verschieben. Das ZDF setzt mit der weiterhin prominenten Platzierung des Formats ein Zeichen gegen die Fragmentierung der Öffentlichkeit und lädt zu öffentlichen Lektüregesprächen ein, die zumindest für Literaturempfehlungen noch immer Gewicht haben.

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