Lob für freiwilliges Engagement – Startsocial-Initiativen im Mittelpunkt

Am Dienstag wurden im Bundeskanzleramt engagierte Ehrenamts-Projekte im Rahmen des 22. Startsocial-Wettbewerbs prämiert. Die Auszeichnung bringt oftmals leise, aber wirkungsvolle Initiativen ins Rampenlicht.

heute 14:17 Uhr | 4 mal gelesen

Eine Jury würdigte die Arbeit von 25 meist ehrenamtlich tätigen Gruppen, sieben von ihnen erhielten Geldprämien von insgesamt 35.000 Euro. Besonders im Fokus stand der SV Triebel aus Sachsen, dem aus den Händen von Friedrich Merz – der als Schirmherr fungierte – der Sonderpreis übergeben wurde. Bemerkenswert: In einem Dörfchen mit gerade einmal 600 Menschen sind erstaunliche 272 Mitglied im Verein – das klingt fast wie ein kleines Soziallabor. Merz betonte, dass die Aktivitäten weit übers Fußballtraining hinausgingen: Kinderfeste, Familienfeiern, und zahlreiche Gemeinde-Nachmittage füllen das Jahr – alles organisiert von und für das Dorf. Das ist mehr als das, was man sich unter einem klassischen Vereinsbetrieb vorstellt, fast schon eine zweite Familie für viele. Merz stellte klar, wie sehr ehrenamtlicher Einsatz zur Stärke der Demokratie beiträgt: "Gesellschaften mit aktivem Ehrenamt sind widerstandsfähiger gegen Krisen." Die Regierung wolle dies mit dem Zukunftspakt Ehrenamt weiter ausbauen, indem sie bürokratische Hürden abbaut und Unterstützung verbessert. Startsocial selbst vergibt jährlich 100 Beratungsstipendien an ausgewählte Projekte, die dann gemeinsam mit Profis aus der Wirtschaft Methoden lernen, um etwa bei der Finanzierung, Werbung oder organisatorischen Knoten weiterzukommen. Ein gutes Beispiel, wie Kompetenz und Motivation sich gegenseitig befruchten können.

Die diesjährige Verleihung der Startsocial-Preise hob die immense Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement für den sozialen Zusammenhalt hervor. Besonders wurde der SV Triebel als pulsierendes Zentrum seines kleinen Ortes ausgezeichnet – ein Symbol dafür, wie lebendig Vereinsleben eine ganze Kommune prägen kann. Laut aktuellen Berichten erlebt das Ehrenamt in Deutschland weiterhin große Herausforderungen: Bürokratie, Nachwuchsmangel und fehlende Anerkennung bleiben Dauerbrenner, trotz gezielter politischer Unterstützung (wie der geplanten Maßnahmen aus dem Zukunftspakt Ehrenamt). In Interviews äußerten viele Engagierte, dass die anhaltende gesellschaftliche Wertschätzung ebenso wichtig ist wie materieller Support.

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