Maaßen im Gespräch als Innenminister: Was plant die AfD in Sachsen-Anhalt?

Hans-Georg Maaßen, einst Chef des Bundesverfassungsschutzes, könnte nach der Wahl im September das Innenministerium in Sachsen-Anhalt für die AfD übernehmen – zumindest steht sein Name auf dem Zettel.

heute 08:48 Uhr | 3 mal gelesen

Laut einem Bericht aus der aktuellen Ausgabe der 'Zeit' wird darüber diskutiert, Hans-Georg Maaßen als Innenminister zu installieren, sofern die AfD in Sachsen-Anhalt regierungsfähig wird. Maaßen wird mit den Worten zitiert: 'Wenn es dem Land nutzt, wäre ich dazu bereit.' Zwar bleibt die AfD mit einer offiziellen Bestätigung zurückhaltend, doch mehrere einflussreiche Kräfte des Landesverbands gaben off-record zu, dass Maaßens Name durchaus eine Rolle spielt. Einer von ihnen brachte es indirekt auf den Punkt: 'Das wird auf jeden Fall erwogen.' Interessant ist: Maaßen selbst berichtet von Gesprächen mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund. Es klingt, als wüssten beide, dass Regierungsverantwortung andere Qualitäten verlangt als nur Wahlkampf-Geschickt. 'Wer im Wahlkampf punktet, ist nicht automatisch ein guter Minister', meint Maaßen – eine Aussage, die fast nach Selbstkritik klingt oder zumindest nach politischem Realismus. Ob es schon eine konkrete Anfrage an ihn gab? Kein Kommentar von Maaßen zu dieser Frage – er lässt sich nicht in die Karten schauen. Am 6. September wählen die Sachsen-Anhalter ein neues Parlament. Es könnte eng werden: Jüngste Umfragen sehen die AfD mit 41 Prozent nur knapp unter der absoluten Mehrheit, während die restlichen Parteien zusammen auf 45 Prozent kommen. Politik bleibt, gerade in Ostdeutschland, ein wankendes Schiff – ein Bild, das vielleicht nicht zufällig von Maaßen bemüht wird.

Hans-Georg Maaßen steht laut Medienberichten möglicherweise als künftiger Innenminister für die AfD in Sachsen-Anhalt bereit. Die AfD selbst hält sich mit offiziellen Aussagen zurück, aber die Spekulationen mehren sich, insbesondere aufgrund jüngster Umfragewerte, die die AfD in Schlagdistanz zur Alleinregierung bringen. Maaßen hat seine Bereitschaft angedeutet und betont, dass Regierungsarbeit andere Fähigkeiten als Wahlkampf verlangt, insbesondere angesichts des hohen politischen Drucks in Ostdeutschland. Ergänzend recherchiert: Nach aktuellen Medienberichten steht Sachsen-Anhalt vor einer polarisierten Wahl, bei der die AfD unterschiedlich aufgestellt ist und bei einem Wahlsieg vermutlich auch mit anderen Bundesländern und dem Bund politisch aneinandergeraten dürfte. Das Thema Maaßen polarisiert auch außerhalb Sachsen-Anhalts, da er bundesweit eine Reizfigur zwischen konservativen und rechtspopulistischen Lagern ist. Die Diskussion um einen möglichen Wechsel Maaßens ins Innenministerium ist auch deshalb brisant, weil er als ehemaliger Inlandsgeheimdienstler besonders umstritten ist, was Mobilisierung und Kritik sowohl auf linker als auch auf konservativer Seite befeuern dürfte.

Schlagwort aus diesem Artikel