Inflation legt im April erneut zu: 2,9 Prozent Teuerungsrate in Deutschland beobachtet

Im April kletterte die Inflation in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – auf 2,9 Prozent. Damit zieht die Preissteigerung weiter an, nachdem im März noch 2,7 Prozent gemeldet wurden. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts verdeutlichen: Viele Lebensbereiche sind teurer geworden, auffällig war insbesondere der Anstieg bei Energie.

heute 08:50 Uhr | 3 mal gelesen

Der Verlauf der vergangenen Monate liest sich beinahe wie ein Barometer für Nervosität. Im Februar schien mit 1,9 Prozent noch alles vergleichsweise ruhig, der März brachte die 2,7 – doch nun im April, wieder Anstieg: 2,9 Prozent. Schon das Rückblicken überrascht mich. Man vergisst manchmal, wie schnell sich Zahlen verändern, und was das für einen selbst bedeutet: der Einkauf im Supermarkt, das Tanken, die Nebenkosten. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, spricht von einem weiteren Schub der Energiepreise – und ja, als Verbraucher kennt man das Gefühl, wenn der Spritpreis auf der Anzeige aufblinkt und man mit den Augen rollt. Hauptursache laut Expertinnen und Experten: die Konflikte im Nahen Osten, insbesondere die Auseinandersetzungen im Iran. Der Vergleich zum Vorjahresmonat ist manchmal fast schockierend. Kraftstoffe plus 26,2 Prozent, leichtes Heizöl sogar ein Anstieg um satte 55,1 Prozent! Was einerseits dramatisch klingt, relativiert sich, wenn man auf die Haushaltsenergie als Ganzes blickt – hier sanken die Preise insgesamt leicht, wofür vor allem billigerer Strom und Gas verantwortlich ist (Senkungen um 4,5 und 3,0 Prozent). Ehrlich gesagt: Im Alltag bleibt dennoch das Gefühl, dass alles in Bewegung ist, meist Richtung teurer. Auch Lebensmittel wurden nicht verschont. Die Preisspirale dreht sich, wenn auch langsamer: plus 1,2 Prozent. Auffällig teurer: Eier (+14,6 Prozent, kurios, weil sie im Vorjahr bereits teuer waren), Süßwaren und Fischprodukte. Immerhin gibt es Korrekturen nach unten, zum Beispiel bei Speisefetten und Kartoffeln – das fällt auf beim Durchschlendern der Supermarktregale, auch wenn ich persönlich immer noch kurz zögere, bevor ich zugreife. Interessant ist, wie unterschiedlich die Bestandteile der Inflation bewertet werden. Die sogenannte Kerninflation, also ohne Energie und Nahrungsmittel, lag immerhin niedriger, bei 2,3 Prozent. Das wirkt auf den ersten Blick beruhigend. Aber den „nackten“ Warenkorb ohne diese Dinge schleppt eben niemand nach Hause. Auch Dienstleistungen entkamen dem Preisdruck nicht völlig. Besonders Sozialdienste, Reparaturen, Freizeitangebote – überall ein Plus. Selbst die Mietpreise stiegen im Schnitt um 1,8 Prozent – vielleicht der ruhigste Wert im Gesamtpanorama, aber natürlich für viele ein zentrales Thema. Kurios: Während Kultur- und Freizeitangebote leicht zulegen, wurden Pauschalreisen im Schnitt günstiger. Was bleibt? Die Zahlen zeichnen die bekannten Linien durchs Alltagsgefühl: Unsicherheit, mal leises, mal lautes Kopfschütteln – und die Frage, wie sich das alles wohl weiterentwickelt.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im April mit 2,9 Prozent erneut angestiegen und macht sich vor allem im Energiesektor schmerzlich bemerkbar – getrieben durch geopolitische Konflikte, insbesondere im Nahen Osten und im Iran, sowie durch Preissprünge bei Öl und Kraftstoffen. Während einige Energieprodukte wie Strom und Gas günstiger wurden, explodierten die Preise für Kraftstoffe und leichtes Heizöl regelrecht, was an den Zapfsäulen und bei den Heizkosten sofort spürbar ist. Lebensmittel zeigen weiterhin moderate Preisauftriebe, mit speziellen Ausreißern nach oben (Eier, Süßwaren) und nach unten (Butter, Kartoffeln), während Dienstleistungen (insbesondere soziale Angebote) weiter anziehen, Pauschalreisen aber interessanterweise billiger wurden. Jüngste Tagesberichterstattungen zeigen, dass die Entwicklung der Inflation weiter kritisch beäugt wird. Analysten sind sich uneins, ob die von der Bundesregierung geplanten Steuerentlastungen und Maßnahmen zur Dämpfung der Energiepreise ausreichend sein werden, um die steigenden Lebenshaltungskosten zeitnah zu stoppen. Diskussionen um die Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit und den Konsum einzelner Bevölkerungsgruppen bestimmen auch weiterhin die politische Debatte.

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