Medien neu denken: Kreative Wege für Sound und Bild an der USTP

St. Pölten – Oft fühlt es sich an, als stände die Welt Kopf: Zwischen digitalen Umbrüchen, gesellschaftlicher Bewegung und ökologischen Fragen drehen Medien kräftig an der Wahrnehmungsschraube unseres Alltags. Wer da mithalten will, braucht neue Fähigkeiten und ein Gespür für die Geschichten hinter den Bildern. Das englischsprachige Studium Creative Media Production¹ an der USTP baut genau darauf – und öffnet Türen in eine professionelle und verantwortungsbewusste Medienwelt.

heute 10:29 Uhr | 2 mal gelesen

Im Herbst 2026 startet das englischsprachige Bachelorstudium Creative Media Production¹ an der USTP. Das Versprechen: Studierende lernen, wie man Ideen nicht nur in Ton und Bild übersetzt, sondern sie so aufbereitet, dass sie etwas bewegen – und das stets mit einem kritischen Blick auf gesellschaftliche und technologische Entwicklungen. Studiengangsleiter Marcel Sagesser ist überzeugt: Absolvent*innen gehen mit einem Rucksack voller Skills ins Berufsleben – von kreativen Konzepten über KI-Workflows bis zu Fragen der Medienethik.

Reflexionsvermögen steht dabei nicht bloß als Schlagwort im Curriculum. Es geht auch darum, eigene Vorurteile zu hinterfragen oder mal vom üblichen Pfad abzuweichen, sich bewusst in andere Perspektiven zu versetzen. Ein bisschen so, wie wenn man das Smartphone-Display spiegelt und plötzlich ein anderes Bild sieht.

Die Studierenden sollen an der Schnittstelle zwischen Technik und Storytelling zuhause sein. Dazu gehört: Mit aktuellen, oft KI-basierten Tools experimentieren, digitale Bild- und Tonproduktionen für verschiedene Plattformen entwickeln, für Social Media oder Ausstellungen. Klar, technische Ausstattung gibt’s reichlich – professionelle Studios und moderne Labors sind rund um die Uhr zugänglich.

Beruflich sind die Möglichkeiten vielfältig: Von klassischen Medienjobs in Ton oder Video über neue Spezialisierungen wie Narrative-Design, Experience-Design oder Recherche zu kritischem Medienumgang. Sogar Ethikberatung in der immersiven Szene ist ein wachsendes Feld.

Was oft vergessen wird: Wer heute Medien macht, gestaltet mit, wie Gesellschaft sich versteht – und muss auch Fragen nach Demokratie, Recht und globalen Trends beantworten können. Genau diese Mischung aus Technik, Analyse und Kreativität soll das Studium vermitteln.

Ganz am Rand: Im Studiengang Medientechnik gibt's ein junges Wahlfach, "Virtual Production". Klingt futuristisch, ist es auch – Studierende mischen Filmsets zwischen real und virtuell, lernen den kompletten Workflow und experimentieren mit Technologien, die man sonst eher bei Großproduktionen findet. Erst kürzlich entstand so ein komplexes Musikvideo in den Studios der USTP – inklusive echter Filmpraxis und Branchen-Feedback.

Neugierig geworden? Wer Fragen zu den Medienstudiengängen hat, kann am 20. März den open.day besuchen oder am 8. April beim Online-Infotermin für Creative Media Production dabei sein. Infos gibt's auf www.ustp.at/bcm oder www.ustp.at/bmt.

(1) Akkreditierung durch die AQ Austria steht noch aus.

Das Studium Creative Media Production an der USTP kombiniert modernste technische Fertigkeiten mit einer kritischen und gesellschaftlich reflektierten Medienausbildung. Studierende sollen nicht nur Inhalte für aktuelle Medienplattformen produzieren, sondern sich auch mit Fragen der Ethik, Demokratie und kulturellen Verantwortung auseinandersetzen – gerade angesichts rasant wachsender KI-Einflüsse. Die Hochschule sieht sich als impulsgebenden, internationalen Knotenpunkt für angewandte Forschung und Lehre – gerade die Verbindung aus Technologie, Kreativität und gesellschaftlicher Verantwortung soll bei den Absolvent*innen nachhaltige Kompetenzen schaffen, etwa im Bereich virtuelle Produktionen oder ethischer Medienanalyse. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN: Mehrere große Medienportale berichten über den Wandel in der Medienbildung, neue Studienprogramme und die steigende Bedeutung kreativer Medienproduktion angesichts der fortschreitenden Digitalisierung. KI- und immersiven Technologien nehmen nach aktuellen Berichten eine immer zentralere Rolle im Arbeitsmarkt ein und prägen den Mediensektor grundlegend – entsprechend passen Hochschulen ihre Curricula an (vgl. aktuelle Meldungen von taz, Spiegel, TheLocal.de). Im Mittelpunkt vieler Diskussionen steht die medienethische Verantwortung gegenüber neuen Technologien und die Notwendigkeit, Studierende auf die gesellschaftlichen Folgen digitaler Innovationen vorzubereiten.

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