Luca Tschäppeler (Tschäppeler Solutions GmbH): Was Schweizer KMU im Kampf um Fachkräfte grundlegend verändern müssen

Belp – Gerade in den kleinen und mittleren Unternehmen der Schweiz scheinen offene Stellen zu Dauerbrennern zu werden. Luca Tschäppeler erklärt, warum die üblichen Methoden in der Personalsuche ins Leere laufen – und wo neue Wege dringend notwendig sind.

heute 10:25 Uhr | 3 mal gelesen

Wer mit Schweizer KMU spricht, spürt da meist eine Mischung aus bodenständiger Routine und – in letzter Zeit öfter – nervöser Unruhe. Noch vor wenigen Jahren reichte es, im Dorfclub Sponsoring zu machen, um sich als Arbeitgeber einen Namen zu machen. Die besten Empfehlungen kamen eh vom Nachbarn oder beim Bäcker ums Eck. Recruiting? Vielmehr eine Nebenbeschäftigung als Chefsache. Aber: Die Zeiten, in denen man mit Mundpropaganda offene Stellen wie von selbst besetzte, sind vorbei. Immer mehr Betriebe stehen mit leeren Händen da – die Auftragsbücher voll, aber kein Personal in Sicht. Besonders im Handwerk und in technischen Berufen bleiben Jobs ewig vakant. Die Menschen, die es suchen, schauen nämlich woanders: im Internet, auf Bewertungsplattformen, Social-Media oder direkt auf den Karriereseiten, die viele lokale Betriebe schlicht nicht auf dem Schirm haben. Woran krankt es? "Wer digital nicht sichtbar ist, ist quasi wie unsichtbar für potenzielle Fachkräfte", warnt Luca Tschäppeler. Oft merkt ein Betrieb erst, wie brüchig die eigene Mitarbeitersuche ist, wenn die ersten Aufträge abgesagt werden müssen. Ein Drama bahnt sich an, das längst nicht nur Einzelfälle betrifft, sondern etliche Firmen quer über die Schweiz. Tschäppeler, ursprünglich Informatiker, warf früh einen Blick auf die wackelige Praxis: Ohne Strategie, ohne Messdaten, wird immer wieder ins Dunkle gerufen – meistens laut, manchmal teuer, aber selten zielgenau. Tschäppeler Solutions unterstützt KMU, einen modernen, messbaren und planbaren Ansatz zu finden. Warum tun sich so viele Schwer? Viele Betriebe verlassen sich immer noch auf ihr persönliches Netzwerk und hoffen, dass sich schon wer finden wird. Digitale Wege – also Karriereseiten, Bewerbungsmanagement, gezielte Social-Media-Anzeigen – sind oft schwach ausgeprägt. Zudem wird kaum gemessen, was funktioniert und was nicht. Wenig überraschend: Viele streuen Geld und Energie, ohne echte Fortschritte zu sehen. Das kostet Nerven – und was noch schlimmer ist: Es bringt Projekte und Wachstum ins Stocken. Was fehlt? Klar definierte Zielgruppen, moderne Kanäle, echte Inhalte übers Arbeiten in der Firma und ein nachvollziehbarer Bewerbungsprozess – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur schnellen Rückmeldung. Nachlässig gestaltete Karriereseiten, bröckelige Übergänge oder null Follow-up machen selbst aus dem besten Bewerber einen Abspringer. Tschäppeler bringt es ziemlich nüchtern auf den Punkt: "Meist fehlen nicht die Bewerber – es hakt am Weg dahin, und der ist oft zu lang, zu umständlich oder zu wenig glaubwürdig." Die Lösung: Systematisches Vorgehen und echte Messbarkeit. Wer digital sichtbar wird, klar kommuniziert und alles von der Bewerberreise bis zu den Rückmeldungen steuert, macht die Mitarbeitersuche endlich planbar. Heutzutage zählt nicht nur ein Budget, sondern vor allem eine Strategie, die Stück für Stück optimiert werden kann. Die dadurch erzielten Lernerfahrungen verfeinern nicht nur das Bild der Bewerber, sondern lassen auch die offenen Stellen flotter besetzen. Was sich dadurch für Unternehmen ändert? Plötzlich kommen Bewerbungen regelmässig rein, Prozesse laufen runder und die Firma wächst wieder. Die lästige Ungewissheit weicht einer neuen Sicherheit. Die Digitalisierung verändert alles. KI und andere Tools helfen, doch am Ende bleibt entscheidend: Systematik schlägt Zufall. Die Mission des Teams um Luca Tschäppeler ist klar: Schweizer KMU so fit zu machen, dass sie im rauen Recruiting-Wettbewerb nicht nur bestehen, sondern auf lange Sicht auch gewinnen können. Sein Versprechen: Mehr Profil, mehr Sichtbarkeit, mehr Wachstum. Wer merkt, dass der Fachkräftemangel immer öfter eigene Projekte torpediert und endlich planbar wachsen will, sollte sich einmal an Luca Tschäppeler wenden. Unverbindlich ins Gespräch kommen? Kontakt via tschaeppeler-solutions.ch.

Luca Tschäppeler, Geschäftsführer der Tschäppeler Solutions GmbH, beschreibt eindrücklich, wie das klassische Recruiting der Schweizer KMU zunehmend in eine Sackgasse gerät. Die Gründe liegen laut ihm nicht nur im demographischen Wandel, sondern vor allem in fehlender Digitalpräsenz und mangelnder Systematik: Viele Unternehmen setzen beim Finden neuer Mitarbeiter noch immer auf altbewährte Kontakte – doch Online-Sichtbarkeit und strukturierte Prozesse werden immer entscheidender, vor allem weil Fachkräfte ihre Arbeitgeberrecherche längst aufs Netz ausgeweitet haben. Aktuelle Studien (u.a. von der "Swissmem" und der "HSG") bestätigen: Schweizer Betriebe, die in Arbeitgebermarke, digitale Kanäle und kontinuierliche Datenanalyse investieren, haben bei der Besetzung auch anspruchsvoller Positionen einen entscheidenden Vorteil – gleichzeitig steigen Ansprüche an Arbeitsbedingungen und Flexibilität, was zum Umdenken zwingt. Die Konkurrenz um Talente verschärft sich noch dadurch, dass immer mehr Firmen den Wert von Weiterbildungen, betrieblichen Zusatzleistungen und kultureller Offenheit betonen. Laut neuesten Medienberichten rücken darüber hinaus Themen wie Diversität, Sinnstiftung und Lebensqualität in den Fokus, was die Anforderungen an modernes Employer Branding weiter erhöht. Während einige KMU inzwischen gezielte Recruiting-Kampagnen oder Partnerschaften mit Bildungsträgern fahren (und damit nachweislich schneller vakante Stellen besetzen), bleiben andere auf halbem Weg stehen – gerade im Handwerk und in ländlichen Regionen. Neben neuen digitalen Werkzeugen wird die Integration fester Mess- und Auswertungsmechanismen für den nachhaltigen Erfolg immer wichtiger; denn nur so können Unternehmen flexibel auf Marktveränderungen reagieren und sich schrittweise zur Arbeitgebermarke entwickeln.

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