Mehrheit der Firmen setzt inzwischen auf Künstliche Intelligenz

Der Einsatz von KI ist in Deutschlands Unternehmen mittlerweile Standard – mehr als die Hälfte arbeitet bereits mit entsprechenden Systemen.

05.06.26 07:47 Uhr | 5 mal gelesen

Über die Hälfte aller befragten Unternehmen – exakter gesagt 54,5 Prozent – haben laut einer Erhebung des Ifo-Instituts inzwischen KI-Anwendungen in ihre Abläufe integriert. Vor einem Jahr waren es noch deutliche weniger: nur 41 Prozent. Und das Interesse wächst weiter, denn weitere 16 Prozent planen laut Umfrage den Einstieg und 22 Prozent diskutieren zumindest ernsthaft darüber. Damit bleiben nur etwa 8 Prozent völlig außen vor – erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, wie fremd Technik manchmal anmuten kann. Spannend: In Branchen wie Industrie (59 Prozent) und Dienstleistung (56 Prozent) ist der KI-Anteil nochmals höher als im Handel (45 Prozent), wobei auch dort ein kräftiger Schub zu spüren ist – nicht unähnlich dem plötzlichen Popularitätsschub von Podcasts vor ein paar Jahren. Besonders rasant ist die Entwicklung im Baugewerbe: Noch vor wenigen Jahren setzten dort gerade einmal 7 Prozent KI ein, jetzt sind es satte 40 Prozent. Klar, größere Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran – zwei Drittel der Großunternehmen haben KI im Einsatz, bei kleineren Betrieben liegt der Wert immerhin noch zwischen 47 und 51 Prozent. Interessanterweise setzen die meisten Unternehmen auf externe Lösungen: Etwa drei Viertel zahlen für die Nutzung professioneller KI-Anwendungen, 48 Prozent greifen auch mal zu kostenlosen Tools. Selbst entwickeln scheint eher selten der Fall zu sein – hier liegt der Anteil gerade einmal bei 19 Prozent. KI kommt vor allem in der Verwaltung, bei Datenanalysen, zum Programmieren oder bei der Recherche zum Einsatz. Aber auch Planungsaufgaben, Controlling und Kundenkontakt laufen zunehmend KI-gestützt. In der Industrie übernimmt die Technik vermehrt Aufgaben wie Qualitätskontrolle oder Produktionsplanung. Am Ende ist KI für viele Firmen vor allem dort attraktiv, wo man sich praktische Effizienzgewinne und Entlastung von Routinetätigkeiten verspricht – und ehrlich gesagt: Wer will schon den lieben langen Tag Akten wälzen oder Daten von links nach rechts schaufeln?

Künstliche Intelligenz ist endgültig Teil des deutschen Wirtschaftsalltags geworden – und der Trend hält unvermindert an. Große und kleine Firmen, von der Industrie bis zum Bau, setzen zunehmend auf praktische KI-Lösungen, um Prozesse zu optimieren, Mitarbeiter zu entlasten und im Wettbewerb nicht abgehängt zu werden. Der Großteil nutzt dabei externe Services, oft kostenpflichtig, während eigene Entwicklungen noch eher die Ausnahme bilden. Neuere Daten berichten über einen regelrechten Innovationsschub und einen fortlaufend wachsenden Wettbewerb unter Anbietern von KI-Dienstleistungen, auch international gibt es eine Reihe von Zusammenschlüssen und Kooperationen, um sich bei der Standardisierung und Umsetzung von KI-Anwendungen abzusichern. Gleichzeitig warnt eine aktuelle Analyse auf tagesschau.de, dass viele kleine Unternehmen Schwierigkeiten bei der Integration und dem Verständnis von KI-Technologien haben. Zugleich zeigen laut neuesten Artikeln auf t3n.de und der Süddeutschen Zeitung viele Branchen ein zunehmendes Bedürfnis nach Fortbildungen und praktischem Support – die Nachfrage nach qualifizierten KI-Fachkräften ist mittlerweile deutlich gestiegen. Branchenexperten betonen zudem, dass mit der Verbreitung der Technologie auch ethische und rechtliche Fragen eine größere Rolle spielen, insbesondere Datenschutz und Transparenz in algorithmengestützten Geschäftsprozessen.

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