Mittelstandsunion lehnt Steuererhöhungen strikt ab

Die Wirtschaftsvertretung von CDU und CSU markiert deutlich ihre Ablehnung gegenüber Steueranhebungen – und pocht auf Stabilität für Unternehmen.

heute 10:37 Uhr | 4 mal gelesen

Selbstverständlich – wieder einmal macht die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) von CDU und CSU auf sich aufmerksam: Laut der 'Rheinischen Post' vertritt MIT-Chefin Gitta Connemann eine ausgesprochen klare Linie. 'Wer Arbeitsplätze sichern will, darf Leistung nicht verteuern', so ihr Statement. Steuererhöhungen seien aus ihrer Sicht ein völlig falsches Signal. Stattdessen stehe sie für Ausgabendisziplin und gesunden Menschenverstand in der Wirtschaftspolitik – anstatt darauf zu setzen, immer neue Schuldenberge zu stapeln. 'Der Mittelstand braucht keine zusätzlichen Lasten, sondern Luft zum Atmen und zuverlässige Rahmenbedingungen', betonte sie. Auch das Positionspapier des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) soll eindrucksvoll unterstreichen, wie viel Gewicht die Anliegen des Mittelstands in der politischen Debatte haben. Ein interessanter Nebenaspekt: Der PKM warnte CDU-Chef Friedrich Merz kürzlich vor einer zu großen Kompromissbereitschaft bei den kommenden wirtschaftlichen Reformen. In der Vorstandsbeschlussfassung heißt es unmissverständlich: Sollten zusätzliche Steuerbelastungen oder das Umwidmen von Mitteln für Wachstumsförderung infrage kommen, ziehe man klare Grenzen. Merz selbst warb zeitgleich in der SPD-Fraktion für mehr Miteinander – und weniger öffentliches „rote Linien“-Ziehen.

Die MIT sendet ein unmissverständliches Signal in der aktuellen Debatte um Steuerpolitik: Steuererhöhungen hält sie für kontraproduktiv und fordert stattdessen Planungssicherheit und weniger Bürokratie für den Mittelstand. In der öffentlichen Diskussion ist zudem bemerkenswert, wie die MIT – ähnlich wie der Parlamentskreis Mittelstand – auf klaren Handlungsprinzipien beharrt und damit versuchte, Druck auf die Parteiführung aufzubauen. Zuletzt waren Steuererhöhungen ohnehin ein sensibles Streitthema in der CDU/CSU, nicht zuletzt vor dem Hintergrund teurer Krisenfolgen und angespannter Haushaltskassen; führende Stimmen wie Connemann argumentieren jedoch beharrlich, dass Unternehmen und deren Beschäftigte weiter entlastet werden müssten. Interessant ist dabei auch ein Blick nach draußen: Auch in anderen europäischen Ländern steht der Mittelstand angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten im Fokus der Debatten.

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