Manchmal frage ich mich wirklich, warum ständig über Themen wie den Tankrabatt gestritten wird, während eines der ausschlaggebenden Zukunftsthemen – die Rolle von Künstlicher Intelligenz in Deutschland – kaum Beachtung findet. Genau das moniert Monika Schnitzer deutlich. Sie fragt, wo eigentlich die Infrastruktur herkommen soll, damit deutsche Unternehmen bei der Entwicklung von KI nicht abgehängt werden. Mit „Infrastruktur“ meint sie Rechenzentren, aber auch den nötigen Strom. Ihr Punkt ist ziemlich klar: Digitalisierung und Innovation schleppen sich weiter schleichend dahin, wenn diese technischen Grundlagen nicht politisch in den Fokus geraten. Gerade die Frage, ob wir eigene KI-Modelle entwickeln und betreiben könnten, spielt in öffentlichen Debatten keine Rolle. Da gibt’s einen richtigen blinden Fleck – der leider umso entscheidender für den Wirtschaftsstandort Deutschland sein könnte.
Schnitzers Appell trifft einen kritischen Nerv: Während die Debatten hierzulande oft von kurzfristigen verkehrspolitischen Maßnahmen oder relativ wenig innovationsorientierten Diskussionen geprägt sind, drängen die relevanten Zukunftsfragen – etwa zu KI-Infrastruktur, Energiebedarf oder der Eigenständigkeit im internationalen Wettbewerb – in den Hintergrund. Hier fehlt es einerseits an öffentlicher Aufmerksamkeit, andererseits aber auch an konkreten politischen Konzepten, wie Deutschland KI nachhaltig gestalten und fördern will. Nach aktueller Recherche werden diese Fragen langsam dringlicher, da die EU mit ihrem KI-Gesetz einen rechtlichen Rahmen setzt, sich die US-Tech-Giganten mit eigenen Lösungen längst positioniert haben und der Standortwettbewerb um Datenzentren und KI-Talente spürbar zunimmt.