Nato-Chef Mark Rutte besucht das Bundeskabinett – Sitzung ausnahmsweise im Verteidigungsministerium

In der kommenden Woche wird Nato-Generalsekretär Mark Rutte an einer besonderen Kabinettssitzung teilnehmen. Der Treffpunkt ist diesmal das Verteidigungsministerium.

heute 11:57 Uhr | 2 mal gelesen

Was zunächst nach einem normalen Termin klingt, hat einen ungewohnten Twist: Mark Rutte, frisch im Amt als Nato-Generalsekretär, tritt nächste Woche ins Rampenlicht der deutschen Regierungsarbeit – und zwar direkt bei der Sitzung des Bundeskabinetts. Das hat Sebastian Hille, der Vize-Regierungssprecher, am Freitag verkündet. Und als wäre das nicht schon Signal genug, findet das Treffen nicht wie üblich im Kanzleramt statt, sondern im Verteidigungsministerium. Irgendwie wirkt das gleichzeitig pragmatisch wie symbolträchtig. Anders gesagt: Man will offenbar zeigen, dass Verteidigung aktuell kein Nebenschauplatz ist. Gerade mit Blick auf die globale Gemengelage – Kriege, Krisen, Unsicherheiten –, macht so ein Veranstaltungsort Sinn, auch wenn es auf manche vielleicht etwas gezwungen politisch wirkt. Die Tagesordnung dreht sich folgerichtig um Sicherheitsfragen und die Rolle der Bundeswehr im Bündnis. Ob am Mittwoch schon Entscheidungen getroffen werden, blieb auf Nachfrage vage. Mich überrascht das kaum, die Politik will sich offenbar nicht festlegen – was ja oft eine Strategierichtung ist.

Mark Rutte, der neue Nato-Generalsekretär, nimmt kommende Woche an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil, die diesmal im Verteidigungsministerium abgehalten wird. Damit hebt die Bundesregierung zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gezielt hervor, wie ernst sie die Sicherheitslage in Europa und den globalen Krisen einschätzt. Im Raum stehen Diskussionen über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Themen, wobei noch unklar ist, ob tatsächlich verbindliche Beschlüsse gefasst werden. Ergänzend: In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Quellen verstärkt diskutiert, welche Rolle Deutschland künftig in der Nato spielen sollte, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in der Ukraine, neuen Herausforderungen an die Bündnissolidarität und den gestiegenen Erwartungen an die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Viele Stimmen fordern dabei eine noch stärkere Fokussierung auf Verteidigungsausgaben und eine klarere Positionierung gegenüber Russland, parallel beobachtet man auch eine gewisse Skepsis gegenüber Militarisierung und Aufrüstungsdruck innerhalb der deutschen Bevölkerung.

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