Mark Rutte, der neue Nato-Generalsekretär, nimmt kommende Woche an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil, die diesmal im Verteidigungsministerium abgehalten wird. Damit hebt die Bundesregierung zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gezielt hervor, wie ernst sie die Sicherheitslage in Europa und den globalen Krisen einschätzt. Im Raum stehen Diskussionen über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Themen, wobei noch unklar ist, ob tatsächlich verbindliche Beschlüsse gefasst werden. Ergänzend: In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Quellen verstärkt diskutiert, welche Rolle Deutschland künftig in der Nato spielen sollte, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in der Ukraine, neuen Herausforderungen an die Bündnissolidarität und den gestiegenen Erwartungen an die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Viele Stimmen fordern dabei eine noch stärkere Fokussierung auf Verteidigungsausgaben und eine klarere Positionierung gegenüber Russland, parallel beobachtet man auch eine gewisse Skepsis gegenüber Militarisierung und Aufrüstungsdruck innerhalb der deutschen Bevölkerung.