Neue Führung für Corporate & Regulatory Affairs bei BAT: Miriam Hiller steuert zentrale Schnittstellen in Europa

BAT hat Miriam Hiller zur Leiterin für den Bereich Corporate & Regulatory Affairs in Zentraleuropa ernannt. In ihrer neuen Position übernimmt sie Verantwortung für die strategische Steuerung regulatorischer, politischer und gesellschaftlich relevanter Themen in zehn Ländern – direkt aus Hamburg, dem Herzstück der Region.

heute 12:00 Uhr | 3 mal gelesen

Manche Industrien geraten ständig ins Visier öffentlicher Debatten; die Tabak- und Nikotinbranche gehört zweifellos dazu. Die gesellschaftliche und politische Diskussion um Gesundheitsrisiken, Jugendschutz oder Innovationen prallt hier regelmäßig auf wissenschaftliche Erkenntnisse – selten ohne Reibung. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich Miriam Hiller in ihrer neuen Rolle bei BAT. Sie ist jetzt Bindeglied zu Politik, Behörden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Dabei geht es nicht nur um das komplexe Wording regulatorischer Debatten, sondern um die tiefer liegende Frage: Wie lassen sich Risiken differenziert betrachten, damit Regulierung erwachsenen Rauchern wirklich Alternativen bieten kann? Ihr pragmatischer Ansatz: Absichten sind das eine, die Wirkung im Alltag das andere. BAT will den Zigarettenkonsum merklich senken und stattdessen auf risikoärmere Produkte für Erwachsene setzen. Doch das funktioniert nur, wenn Regulierungen nicht pauschal, sondern mit Blick auf das tatsächliche Risikoniveau einzelner Angebote gestaltet werden. Hiller betont dabei, dass Regulierung Wandel ermöglichen kann, sofern sie nicht in gut gemeinten Pauschallösungen verharrt. Ihr internationaler Hintergrund – Stationen in Schweden, Brüssel und London – schärft ihre Wahrnehmung für die Unterschiede im Umgang mit Nikotinprodukten. "Verbote allein bringen wenig", bringt sie es auf den Punkt; entscheidend sei, ob Regeln die Menschen tatsächlich erreichen. BAT trennt im europäischen Management nun rechtliche und regulatorische Kompetenzfelder klar: Neben Hiller übernimmt Chris Voelker als Head of Legal Central Europe den juristischen Part und kümmert sich um die rechtliche Steuerung in zehn Märkten. Beide rollen ihre Bereiche eigenständig aus, setzen aber gezielt auf Zusammenarbeit. Das Ziel dabei scheint eindeutig: mehr Spezialisierung, mehr Überblick, besserer Umgang mit immer komplexeren europäischen Vorgaben. BAT, als multinational aufgestelltes Konsumgüterunternehmen, verfolgt einen selbsternannten Kurs hin zu weniger Zigarettenkonsum und zu einer nachhaltigen Umgestaltung seines Produktportfolios. Neben Vapour-Produkten und Alternativen für Raucher setzt das Unternehmen auch auf ambitionierte Klimaziele: Bis 2050 soll BAT klimaneutral sein. Klares Bekenntnis: Es braucht nicht nur technische Innovation, sondern auch eine kluge Regulierung – und Menschen, die Brücken bauen zwischen Gesellschaft, Gesetzgebung und Forschung.

Miriam Hiller wird neue Area Head of Corporate & Regulatory Affairs bei BAT für Zentraleuropa und soll dort den Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vorantreiben, um die Regulierung von Tabak- und Nikotinprodukten differenziert und auf Basis aktueller Forschung zu gestalten. In der Tabakbranche sind Wandel und Innovation eng verknüpft mit gesellschaftlicher Akzeptanz und politischen Rahmenbedingungen; BAT setzt zunehmend auf risikoärmere Produkte und verfolgt Klimaneutralität bis 2050. Aktuelle Medienberichte zeigen, dass die Debatte um regulierte Alternativprodukte, die gesellschaftliche Rolle großer Tabakkonzerne und der Einfluss strenger EU-Regeln auf Innovationen weiterhin umstritten und in Bewegung sind.

Schlagwort aus diesem Artikel