Offenheit der Bundesregierung für Kanzlerbesuch bei Fußball-WM in den USA

Ob Kanzler Scholz zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Nordamerika reist, bleibt vorerst unklar – Berlin hält sich bedeckt.

heute 12:05 Uhr | 3 mal gelesen

Wissen Sie, bei Terminen des Bundeskanzlers hält man in Berlin lieber erst mal die Füße still. 'Freitags in der Vorwoche' werde das verkündet, meint Regierungssprecher Sebastian Hille – so als könne bis dahin noch alles Mögliche und Unmögliche passieren. Und ein bisschen dauert es ja auch noch, bis der Fußballzirkus durch Kanada, die USA und Mexiko zieht. Was einen Boykott der WM angeht – da will sich die Bundesregierung ohnehin nicht aus dem Fenster lehnen; das sei Aufgabe anderer, heißt es lapidar. Übrigens: Auf Nachfrage zu den tödlichen Schüssen durch US-Polizisten in Minneapolis vertraut man hierzulande lieber auf die US-Justiz und schweigt sich zu eigenen Einschätzungen aus – ganz nach dem Motto: Kein Kommentar zum laufenden Verfahren. Ach ja, falls jemand schon Reisepläne schmiedet: Die Vorrundenspiele der Deutschen finden jedenfalls allesamt auf US-Boden statt.

Noch gibt es kein offizielles Statement dazu, ob der Bundeskanzler bei der kommendes Jahr beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika vor Ort sein wird – die Bundesregierung wartet wie üblich mit Terminzusagen ab. Im selben Atemzug betonte der Sprecher, dass die Regierung auf die amerikanische Justiz vertraue, was die jüngsten tödlichen Polizeischüsse in Minneapolis betrifft, und sich inhaltlich nicht einmischen wolle. Interessant dabei: Die Entscheidung über einen möglichen Boykott liegt nicht bei der Bundesregierung, sondern bei den Sportverbänden; aktuell gibt es hierzu keine entsprechenden Überlegungen oder Forderungen. Im Rahmen aktueller Recherchen wurde außerdem bekannt, dass die Organisation und Sicherheit der WM 2026 große Herausforderungen darstellen, insbesondere vor dem Hintergrund der wichtigen Vorrundenspiele in mehreren US-Großstädten. Die öffentliche Debatte rund um Menschenrechte und Sicherheitsaspekte wächst, zumal zuletzt vor allem die Ausweitung der FIFA-Teilnehmerzahl und der Einfluss wirtschaftlicher Interessen diskutiert werden. Mehrere Nachrichtenportale betonen in frischen Artikeln, wie Sportgroßereignisse zum politischen Schauplatz werden können, aber auch, dass internationale Besucherzahlen und Einnahmeprognosen den Gastgeberländern Rückenwind verleihen.

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