In der zweiten Jahreshälfte wird Jörg Schönenborn als fester Bestandteil das Moderatorenteam der Tagesthemen erweitern. Weiterhin bleibt er für die Wahlprognosen und Datenauswertungen bei allen wichtigen Urnengängen der ARD zuständig und moderiert wie gewohnt den ARD-Presseclub am Sonntag. Schönenborn gilt als eine journalistische Identifikationsfigur der ARD – künftig wird er sich auch verstärkt über digitale Kanäle mit Zuschauern über journalistische Arbeit austauschen und Diskussionen anstoßen. ARD-Vorsitzender Florian Hager sieht in Schönenborn eine tragende Säule des öffentlich-rechtlichen Nachrichtenangebots, vor allem in Zeiten, in denen gezielte Falschinformationen kursieren. "Er steht für seriöse Analysen und unabhängige Berichterstattung und sichert so das Vertrauen des Publikums in die ARD." Schönenborn ist seit über 20 Jahren das Gesicht bedeutender Wahlsendungen und politischer Analysen im Ersten. NDR-Intendant Hendrik Lünenborg hebt seine unaufgeregte, klare Moderationsweise und die Wertschätzung des Publikums hervor: "Im Team der Tagesthemen mit Jessy Wellmer und Ingo Zamperoni ist Schönenborn eine große Verstärkung." Nach rund vier Jahrzehnten beim WDR und in Führungsrollen bei der ARD – als Journalist, Chefredakteur, Programmdirektor – verabschiedet sich Schönenborn aus der Programmleitung des WDR, um sich nun voll und ganz auf seine publizistische Mission zu konzentrieren. "Das Bedürfnis nach Einordnung war nie drängender," so Schönenborn selbst, "und mein Ziel bleibt es, so verständlich zu berichten, dass sich Leute ihr eigenes Urteil bilden können." WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau bedankt sich für seinen langjährigen Einsatz, insbesondere bei der Digitalisierung und Programmvielfalt, und kündigt eine baldige Neubesetzung der nun vakanten Programmdirektion an.
Jörg Schönenborn, einer der erfahrensten und profiliertesten Journalisten der ARD, übernimmt Mitte des Jahres erweiterte Aufgaben im Senderverbund und konzentriert sich künftig ganz auf die politische Berichterstattung und Moderation. Damit reagiert die ARD auch auf das wachsende Bedürfnis nach glaubwürdiger Orientierung und differenzierter Analyse im Zeitalter digitaler Desinformation. Die WDR-Intendantin plant die Stelle des zweiten Programmdirektors neu auszuschreiben. In aktuellen Medienberichten wurde die Bedeutung von Schönenborns kontinuierlicher Moderationsarbeit bei den Tagesthemen und der Ausbau digitaler Dialogformate betont. Zusätzliche Einblicke zeigen, dass viele Sender derzeit ihr Informationsangebot umstrukturieren, um mit veränderten Sehgewohnheiten sowie der Konkurrenz von Social-Media-Kanälen besser Schritt zu halten. Zeitgleich diskutieren Medienhäuser transparente Finanzierungsmodelle und den Schutz journalistischer Standards, wie Beiträge beispielsweise auf taz.de und sueddeutsche.de hervorheben.