Neue Spitze bei der Deutschen Krebshilfe: Rita Schmutzler übernimmt das Präsidentenamt

Bonn – Ein bedeutender Wechsel an der Spitze: Professorin Dr. Rita Schmutzler, Expertin für gynäkologischen Krebs und wegweisende Forscherin insbesondere im Bereich des erblichen Brust- und Eierstockkrebs, ist neue Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Die Kölner Medizinerin folgt auf die international bekannte Violinistin Anne-Sophie Mutter und bringt langjährige Erfahrung aus Klinik und Forschung mit. Ihr Schwerpunkt liegt auf der besseren Vernetzung in der Onkologie, dem optimalen Einsatz von Daten zur weiteren Verbesserung der Krebsprävention sowie auf patientennaher Unterstützung.

heute 11:23 Uhr | 3 mal gelesen

Da steht nun also Rita Schmutzler – ganz am Anfang einer Aufgabe, die viel Kraft und noch mehr Fingerspitzengefühl erfordert. Wenn sie sagt, es sei für sie Ehre und Freude, die Deutsche Krebshilfe als Präsidentin zu vertreten, klingt das nicht nach leeren Floskeln. Immerhin begleitet sie den Kampf gegen Krebs seit Jahrzehnten, hat sich in Forschung und Klinik vielfach bewährt. Besonders am Herzen liegt ihr, die Versorgung der Patientinnen und Patienten durch bessere Vernetzung von Wissen und Strukturen voranzubringen und die Chancen der Digitalisierung für Früherkennung und Prävention stärker zu nutzen. Irgendwie ist das ein logischer Schritt: Wer den Aufbau des größten Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs leitet, weiß, wie entscheidend Zusammenarbeit und innovative Ansätze gerade hier sind. Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Charlotte Niemeyer, sieht in Schmutzler die ideale Brückenbauerin zwischen wissenschaftlicher Exzellenz, Versorgungspraxis und Öffentlichem – man spürt da tatsächlich Aufbruchsstimmung. Was Schmutzler auszeichnet, ist nicht bloß Fachwissen, sondern auch Verständnis für existenzielle Ängste und Hoffnungen der Betroffenen. Sie kennt die schwierigen Gespräche, die Unsicherheit, ob ein genetisches Risiko besteht, das die eigene Lebensplanung plötzlich auf den Kopf stellt. Forschung, so betont sie, sei für sie nicht bloß theoretisch – sie wolle, dass Erkenntnisse schnell und wirksam den Patientinnen zugutekommen. Wer einen Blick auf ihren Werdegang wirft, merkt schnell: Da wurde sich nicht im Elfenbeinturm eingerichtet. Von ersten Studienjahren in Bonn bis zur Leitung eines bundesweiten Krebszentrums und dem Aufbau von Netzwerken für Betroffene – Schmutzler hat viele Perspektiven eingenommen. Man könnte fast meinen: Sie weiß auf verschiedenen Ebenen, wo es hakt. Dass sie nun einer Institution vorsteht, die seit 50 Jahren mit Spenden gegen Krebs arbeitet, ist fast folgerichtig. Die Deutsche Krebshilfe agiert unabhängig und bündelt Projekte zur Forschung, Früherkennung, Therapie und psychosozialen Versorgung, mit viel Kraftanstrengung – aber anscheinend auch mit Erfolg. Wer sich mit Schmutzlers Engagement für Vereine wie das BRCA-Netzwerk befasst, erkennt: Hier brennt jemand dafür, nicht nur in der Wissenschaft, sondern konkret im Alltag von Patientinnen und deren Familien etwas zu bewegen. Und vielleicht, aber das ist nur so ein Gedanke, braucht genau so eine Haltung die Krebsforschung heute: Expertise, Herz und ein Gespür dafür, dass hinter jeder Diagnose ein ganzer Lebensentwurf steht.

Professorin Dr. Rita Schmutzler hat zum 1. Februar das Präsidentenamt der Deutschen Krebshilfe übernommen und setzt dabei wichtige Schwerpunkte auf bessere Vernetzung und Datenmanagement in der onkologischen Versorgung. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere - unter anderem Aufbau des größten deutschen Zentrums für familiären Brust- und Eierstockkrebs – hat sie auch durch ihr Mitwirken beim BRCA-Netzwerk viel praktische Erfahrung mit Betroffenen gesammelt, was sich nun auch auf die Arbeit der Krebshilfe auswirken dürfte. Im aktuellen gesellschaftlichen Kontext steht die Stärkung von Präventionsstrategien und die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte zunehmend im Fokus; zudem ist die Finanzierung unabhängiger Krebsforschung vor allem in Zeiten gestiegener Anforderungen und Unsicherheiten bei Gesundheitssystemen wichtiger denn je. Neue wissenschaftliche Entwicklungen, etwa bei personalisierten Therapien, Digitalisierung der Krebsfrüherkennung und der Erforschung genetischer Risikofaktoren, prägen außerdem den aktuellen Stand der Debatte und stellen die Arbeit der Deutschen Krebshilfe vor neue Chancen und Herausforderungen.

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