Mit der ersten Sitzung des neuen Fachbereichs Kommunikation wurden direkt Schwerpunkte gesetzt und die Leitungsrollen vergeben. Benedikt Wolter, Pressesprecher des rheinland-pfälzischen Landesfeuerwehrverbandes und aus der Kommunikationspraxis kommend, übernimmt die Führung. Sein Stellvertreter, Michael Klahre, ist engmaschig in das Netzwerk der Feuerwehr-Pressesprecher eingebunden und bringt Erfahrung aus Dresden mit. 'Kommunikation ist heute einfach überall – und ehrlich, manchmal wird unterschätzt, wie sehr sie sämtliche Feuerwehrbereiche durchdringt', sagt Wolter. Der Fachbereich versteht sich als eine Mischung aus Wissensbörse, Ideenschmiede und - nicht unwichtig – Kooperationsplattform. Praktische Hilfestellungen, Vorlagen und Richtlinien etwa für Social Media, Pressearbeit oder Bildrechte sind in Arbeit. Besonders spannend: Es soll auch Empfehlungen für den sinnvollen Einsatz von KI in der Feuerwehrkommunikation geben, was durchaus mutig wirkt – viele zögern hier ja noch. DFV-Vizepräsident Frank Hachemer betont, wie anspruchsvoll die Kommunikationsaufgaben inzwischen sind: Vom Einsatzgeschehen bis zur Nachwuchsgewinnung ist die Außenwirkung entscheidender denn je. Daher gehe es nicht ums Reden, sondern ums Tun: Austausch, aber vor allem handfeste, direkt einsetzbare Ergebnisse für die unterschiedlichsten Feuerwehr-Akteure.
Mit der Gründung des Fachbereichs Kommunikation will der Deutsche Feuerwehrverband ein stabiles Fundament schaffen, um Wissen besser zu vernetzen und schnell praxistaugliche Standards zu entwickeln. Dies ist eine Reaktion auf die zunehmend komplexen Herausforderungen in puncto Öffentlichkeitsarbeit, Vertrauen und Nachwuchsgewinnung – Themen, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Über die Webseite des DFV werden konkrete Materialien, Empfehlungen und Neuigkeiten aus dem Gremium regelmäßig bereitgestellt. Darüber hinaus wächst, wie mehrere aktuelle Berichte zeigen, das Bewusstsein für professionelle Kommunikationsstrukturen auch in anderen Einsatzorganisationen weltweit – ein Trend, der vermutlich noch stärker werden wird. Angesichts der steigenden Nutzung von Social Media und neuen Technologien, etwa KI-gestützter Kommunikation, gibt es laut aktuellen Quellen (u.a. Spiegel Online, Zeit.de) regen Austausch über gelungene Ansätze und Herausforderungen, insbesondere bei Krisenkommunikation und Jugendarbeit.