Neues Kapitel beim rbb: Kommunikation als Chefsache – Tina Kulow übernimmt

Berlin/Potsdam – Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) gibt es frischen Wind: Tina Kulow wird Chefin der neu entstandenen Abteilung „Kommunikation“, die die bisherigen Bereiche Presse, Information sowie Marketing und PR bündelt. Damit ist sie künftig hauptverantwortlich, wie der Sender nach innen und außen kommuniziert – und berichtet direkt an die Intendantin Ulrike Demmer.

heute 16:10 Uhr | 6 mal gelesen

Wenn eine Organisation in turbulenten Zeiten die eigenen Botschaften schärfen möchte, ist ein erfahrener Kopf gefragt. Das hat der rbb offenbar verstanden: Tina Kulow, eine Frau mit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten Branchenerfahrung, steht jetzt an der Spitze der neuen Abteilung „Kommunikation“. Ihr Lebenslauf liest sich wie ein Who’s who der Kommunikationsszene: Beratungen, ein Schwergewicht wie SAP, und mit Meta/Facebook ein Mediengigant – überall hat sie Kommunikationsstrukturen aufgebaut und verändert. Besonders bemerkenswert finde ich, wie sie sowohl bei klassischen Konzernen als auch bei internationalen Tech-Unternehmen Akzente setzte. Intendantin Ulrike Demmer spricht von Transformation – und gibt Kulow damit mehr als nur den Staffelstab: Sie wird das neue Sprachrohr beim rbb in einer Phase des Umbruchs. Kulow selbst scheint den Einstieg mit Tatendrang und einer ordentlichen Portion Neugier zu meistern; sie betont, wie wichtig ihr das strategische Neudenken und Entwickeln der Senderkommunikation sei. Vielleicht ist das genau die Art von Inspiration, die ein Sender braucht, wenn vieles im Wandel ist.
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Der rbb holt mit Tina Kulow eine renommierte und versierte Strategin an Bord, um die neu geschaffene Kommunikationsabteilung zu leiten. Das Bündeln von Presse, Marketing, Information und PR spiegelt den Trend wider, interne und externe Kommunikation enger zu steuern – nicht zuletzt, weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer häufiger im Fokus kritischer Öffentlichkeit steht. Kulows Schritt zum rbb reiht sich ein in eine Welle von Veränderungen in den deutschen Medienhäusern, die nach Skandalen, Vertrauensverlusten und der digitalen Transformation teils schmerzhafte, aber notwendige Neuaufstellungen vollziehen. Neu hinzugekommen ist, dass der Sender explizit den Dialog nach innen stärken will, um die Mitarbeitenden stärker einzubinden und transparent am Umbauprozess teilhaben zu lassen. Parallel suchen auch andere öffentlich-rechtliche Sender verstärkt nach Medienprofis aus der Privatwirtschaft, um die Herausforderungen der Glaubwürdigkeits- und Digitalisierungskrise zu bewältigen – eine Entwicklung, die gerade in den letzten Wochen erneut für Diskussionen sorgt.

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