Die Nachricht schlug in der Health-IT-Branche überraschend früh im Jahr ein: ORTEC, bekannt für moderne Lösungen bei der Planung von Lieferketten und Mitarbeitereinsatz, schluckt Klages & Partner. Wer schon einmal versucht hat, spontan eine funktionierende Dienstplanung für ein Krankenhaus aufzustellen, der weiß, wie steinig dieses Feld ist – und Klages & Partner bringt genau dort jahrzehntelange Erfahrung mit. Was den Deal (Ende Dezember 2025 unter Dach und Fach gebracht) besonders macht, ist neben dem Kundenstamm aus über 200 Einrichtungen ihre Spezialisierung auf die Eigenheiten des deutschen Gesundheitssystems. Die Übernahme folgt einer ziemlich klaren Strategie: ORTEC will die eigene Stellung im deutschen Markt ausbauen, gestützt auf seine internationale Präsenz von Australien bis Finnland, und dabei noch näher an die tatsächlichen Bedürfnisse deutscher Pflege- und Klinikbelegschaften rücken.
Interessant dabei ist, wie Georgios Sarigiannidis, der ORTEC-CEO, das Ziel formuliert: Es geht kaum nur um Effizienz oder Kosten, sondern darum, das Arbeiten von Menschen in hochkomplexen Organisationen etwas erträglicher – oder sogar besser – zu machen. Personalplanung, die nach wie vor mit Excel-Tabellen und Schreibblöcken jongliert, bekommt hier softwareseitig ein Update mit Fairness-Garantie, wenn man so will. Einen Vorgeschmack auf die resultierenden Synergien dürften Kund*innen bald erleben. Technisch gesehen, setzen beide Player auf Lösungen, die im Dialog mit den Leuten entwickelt wurden, die tatsächlich am Bett stehen und Patienten versorgen. All das geschieht wohlgemerkt nicht im Labor, sondern in den ganz realen Alltagskapriolen des Krankenhausbetriebs – ein schönes Beispiel dafür, wie Digitalisierung letztlich bei den Menschen selbst ansetzen muss.
Durch die Verschmelzung von ORTEC und Klages & Partner entsteht eine noch umfassendere Expertise im Bereich Personalmanagement-Software für das deutsche Gesundheitswesen. Klages & Partner steuert nicht nur einen renommierten Kundenstamm bei, sondern auch ein tiefes Verständnis des alltäglichen Spagats zwischen Effizienz, Fairness und gesetzlicher Vorgaben in Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit im Trend: Weltweit versuchen Anbieter, das Dilemma zwischen Personalknappheit und steigenden Verwaltungsanforderungen mit technischer Innovation zu meistern – allerdings zeigt die Übernahme auch, dass lokale Marktkenntnisse und gewachsene Netzwerke oft der Schlüssel zum Erfolg sind.
Internetrecherche hat ergeben, dass der deutsche Kliniksektor generell unter hohem Personaldruck und ständigen Reformdebatten steht; Digitalisierung gilt als Hoffnungsträger für Entlastung und bessere Versorgung. Berichte aus den vergangenen Tagen unterstreichen, dass solche strategischen Zukäufe oft dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch internationale Anbieter geschuldet sind, insbesondere, weil der Fachkräftemangel und steigende Kosten weiterhin den Gesundheitsmarkt in Atem halten.