Pascal Reddig kontert Schwesig: Debatte um Rentenreform wird schärfer

Pascal Reddig (CDU) verteidigt energisch die geplante Verbindung von Rentenalter und Lebenserwartung – und stellt kritische Fragen an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Hintergrund ist Schwesigs Widerstand gegen die Reformvorschläge der Rentenkommission.

heute 18:21 Uhr | 1 mal gelesen

Worum geht’s Schwesig eigentlich, fragt Pascal Reddig – will sie wirklich denjenigen helfen, die körperlich am Ende sind? Fakt ist: Laut Reddig fallen genau diese Menschen, insbesondere nach harten Jahren in belastenden Jobs, oft aus dem Raster üblicher Erwerbsbiografien. Sie schaffen gar nicht die vollen Beitragsjahre. Besonders bitter ist das für Frauen oder Menschen mit Brüchen im Jobleben, so der CDU-Politiker. Die Rente nach Beitragsjahren würde ausgerechnet ihnen weniger bringen – ein ziemlicher Schiefstand. Das Thema Rente mit 63 nimmt Reddig ebenfalls aufs Korn. Ursprünglich gedacht als Rettungsring für ziemlich Geschaffte, hätten mittlerweile viele – sogar in der SPD – erkannt, dass das Ziel verfehlt wird. Denn: Die eigentliche Zielgruppe profitiert kaum davon. Und ob die breite Masse der Beitragszahler das auf Dauer finanzieren sollte, stellt er ebenfalls offen in Frage.

Reddig bemängelt Schwesigs Einwände gegen die Rentenreform und verweist darauf, dass Menschen mit körperlich anstrengenden Berufen durch die bestehenden Regelungen oft benachteiligt bleiben, weil sie die notwendigen Beitragsjahre nicht aufbringen können. Die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung soll aus seiner Sicht fairer und nachhaltiger sein – gerade auch, weil Konzepte wie die Rente mit 63 ihr Ziel kaum erreichen und vor allem für Männer mit durchgehender Erwerbsarbeit gut funktionieren, nicht aber für Menschen mit Lücken im Arbeitsverlauf. Neuere Beiträge aus unterschiedlichen Medien zeigen, dass die Rentendebatte in Deutschland erneut aufflammt. Viele Stimmen fordern, dass die Altersvorsorge in Deutschland sozial ausgewogener werden muss – insbesondere wegen der demografischen Entwicklung und der prekären Lage vieler älterer Frauen nach langen Familienpausen oder Teilzeitarbeit.

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