Politische Stimmung im Februar 2026: Mehr Vertrauen in China – Social-Media-Verbot für Kinder kommt gut an

Was bewegt die Deutschen? Laut aktuellem Politbarometer zeichnen sich Verschiebungen in den wirtschaftlichen Prioritäten ab – immer mehr erwarten eine engere EU-Anbindung an China. Erstaunlich geschlossen zeigt sich die Zustimmung zu einem Social-Media-Verbot für Jüngere. Doch nicht alles ist eindeutig: Politische Lager und Stimmungen bleiben durchmischt.

heute 10:05 Uhr | 3 mal gelesen

Wenn man ehrlich ist, überrascht es kaum: Viele Befragte halten inzwischen China für den wichtigsten Wirtschaftspartner der EU – oder erwarten zumindest, dass dessen Bedeutung weiter wachsen wird. Um die USA machen sich da, wirtschaftlich betrachtet, deutlich weniger Leute Illusionen. Eigentlich kein Wunder, angesichts der globalen Turbulenzen. Politisch stagniert das Partei-Ranking: CDU/CSU stabil bei 26 Prozent, AfD dümpelt bei 24 herum und die SPD ebenfalls unverändert bei 15. Die Grünen schwächeln ein wenig. Trotzdem reicht das alles nicht für eine klassische große Koalition. Die anderen Parteien dümpeln, während die Linke leicht zulegt. Ein erstaunlich konstanter Sieger bleibt Boris Pistorius, der offenbar mit seinem nüchternen Stil punktet. Viele andere Politiker rutschen eher ab, darunter auch Figuren wie Söder und Weidel. Friedrich Merz arbeitet sich leicht nach oben, doch sein Rückhalt bleibt begrenzt – auch in der eigenen Partei sehen längst nicht alle ihn als Hoffnungsträger. Bei der AfD häufen sich Vorwürfe der Vetternwirtschaft: Fast die Hälfte glaubt, das sei dort besonders ausgeprägt. Allerdings gibt es auch viele, die einfach resigniert feststellen, dass das bei allen Parteien irgendwie Usus sei. Die mutmaßliche Gleichgültigkeit vieler überrascht fast mehr als die Empörung. Ein nicht ganz unwichtiges Thema: Das geplante Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren stößt auf große Akzeptanz – selbst parteiübergreifend. Das ist fast schon selten. Mehrheiten haben auch die Hoffnung, dass Deutschland den Zuzug Geflüchteter einigermaßen verkraftet. Das war lange anders und spricht womöglich für eine gesellschaftliche Verschiebung, auch wenn die AfD-Wählerschaft das anders sieht. Der Ukrainekrieg bleibt ein Spaltpilz: Knapp die Hälfte plädiert für militärischen Widerstand der Ukraine, fast genauso viele würden Gebietsverluste hinnehmen, um Frieden zu schaffen. Unterstützung für Militärhilfe ist bemerkenswert hoch, nur eine Minderheit will Hilfe reduzieren – hauptsächlich bei der AfD. Auch beim Thema Iran/USA: Ein US-Militäreinsatz im Iran findet kaum Befürworter. Skepsis und Pessimismus über eine friedliche Lösung bleiben vorherrschend. Offenbar hat die deutsche Öffentlichkeit genug von Dauerkrisen.

Im aktuellen Politbarometer zeichnet sich ab, dass China für viele Deutsche als der erfolgversprechende Wirtschaftspartner der EU gesehen wird, während die USA bei diesem Thema an Gewicht verlieren. Ein überraschend breiter Konsens herrscht in der Frage, ob soziale Netzwerke für Kinder unter 14 Jahren gesperrt werden sollten – ein deutlicher Vertrauensbeweis in staatliche Eingriffe zum Jugendschutz. Politisch bleibt die Parteienlandschaft eher verkrustet und keine der großen Koalitionsoptionen erzielt eine Mehrheit; Persönlichkeiten wie Boris Pistorius halten sich an der Spitze der Beliebtheitsskala, während beim Thema AfD besonders das Problem der Vetternwirtschaft polarisiert. Neue Recherchen und Stimmen betonen, dass auch international das Thema Social-Media-Verbot Fahrt aufnimmt, wobei etwa Frankreich und Spanien bereits Verschärfungen anstreben. Aus mehreren Quellen geht zudem hervor, dass das wachsende wirtschaftliche Misstrauen gegenüber den USA nicht nur in wirtschaftlichen, sondern auch in geopolitischen Erwägungen wurzelt – etwa mit Blick auf Handelsstreitigkeiten oder strategische Autonomie. In Sachen Migrationspolitik und Ukraine-Haltung zeigen die Deutschen eine moderate Verschiebung in Richtung Gelassenheit und Pragmatismus, wobei weiterhin tiefe Gräben zu erkennen sind, vor allem was die Unterstützung von Waffenlieferungen betrifft.

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