Man reibt sich ein wenig die Augen: Mit knapp drei Prozent ist die Inflation im März plötzlich wieder ein Thema auf Stammtischen wie in Wirtschaftsredaktionen. Noch im Februar lag die Teuerung bei überschaubaren 1,9 Prozent, jetzt zeigt die Preisspirale rasch nach oben. Die Ursache? Hauptsächlich die Energiepreise, wie Ruth Brand von Destatis bestätigt. Der Konflikt rund um den Iran hat Öl und Benzin teuer gemacht – der Zapfhahn mutiert zur Preisschockstelle. Kraftstoffe legten gegenüber dem Vorjahr um satte 20 Prozent zu, Heizöl gar um 44 Prozent. Und obwohl Strom, Erdgas oder Fernwärme auf Jahressicht im Schnitt günstiger wurden – Stichwort politische Entlastungen –, spüren Verbraucher kaum Entlastung: Seit Dezember 2023 war es nicht mehr so teuer. Lebensmittelpreise? Auch kein reiner Trost: Vor allem Zuckerwaren und Fleischprodukte kosten deutlich mehr, Obst und Gemüse machen da ebenso keine Ausnahme. Butter wiederum flutscht nach unten, minus 29 Prozent, während sich Eier ziemlich ungewöhnlich verteuerten. Dienstleistungen schnellen indes stärker als Waren nach oben, getrieben unter anderem vom Preisanstieg beim Deutschlandticket – Öffis fahren kostet mehr. Im Gesamtbild sind besonders Kombitickets, Versicherungen und Restaurantbesuche teurer geworden. Kurios: Unterhaltungselektronik wird günstiger, aber wer will schon einen neuen Fernseher, wenn der Wochenendeinkauf schon Löcher ins Portemonnaie reißt? Die Kerninflation, also ohne schwankende Lebensmittel- und Energiepreise berechnet, verharrt bei 2,5 Prozent. Die Mieten steigen moderat – gemessen an den anderen Sprüngen fast ein Trostpflaster. Ein Crunch: Niemand weiß so richtig, ob dieser erneute Inflationsdruck nur ein Strohfeuer ist oder doch länger bleibt. Beim Blick auf viele Details, Zahlen und Schieflagen bleibt vor allem die Frage, wie Haushalte angesichts dieses Preisgemenges künftig noch Luft zum Atmen behalten.
Die Verbraucherpreise in Deutschland schnellen im März 2026 auf 2,7 Prozent, getrieben vor allem durch explodierende Energiekosten infolge neuer geopolitischer Konflikte, insbesondere im Iran und Nahost. Heizöl und Kraftstoffe verteuern sich massiv, während Strom und Gas unter dem Strich etwas günstiger bleiben – begünstigt durch Maßnahmen der Bundesregierung wie geringere Netzentgelte und den Wegfall der Gasspeicherumlage. Bei Lebensmitteln und Dienstleistungen zeigt sich das Bild differenzierter: Süßwaren, Fleisch und Eier klettern nach oben, einige Molkereiprodukte oder Öle werden deutlich billiger – Restaurants, Reiseangebote und Versicherungen hingegen verlangen erneut kräftige Aufschläge. Die Kerninflation bleibt stabil bei 2,5 Prozent, die Netto-Kaltmieten steigen moderat. Insgesamt bleibt die Unsicherheit groß, wie sich dieser Preisauftrieb weiterentwickelt – denn die geopolitische und wirtschaftliche Lage bleibt fragil. Laut der Süddeutschen Zeitung setzen sich die Preisanstiege insbesondere bei Alltagsgütern und Energie fort, was besonders für einkommensschwächere Haushalte zur Herausforderung wird. Wie die FAZ berichtet, diskutiert die Bundesregierung über weitere Entlastungen und die Rolle der EZB in der Inflationsbewältigung, während laut Zeit Online Experten warnen, dass sich die Teuerung durch globale Lieferkettenprobleme noch verschärfen könne.