Rentenbeiträge könnten ab 2028 spürbar stärker anziehen

Nach aktuellen Berechnungen erwartet die Rentenversicherung einen kräftigeren Beitragsanstieg für Durchschnittsverdiener in den kommenden Jahren.

heute 13:48 Uhr | 2 mal gelesen

Wer mit durchschnittlichem Lohn arbeitet, muss sich ab 2028 offenbar auf einen ordentlichen Sprung bei den Rentenbeiträgen einstellen. Laut brandaktueller Schätzung der Deutschen Rentenversicherung, über die Martin Werding vom Sachverständigenrat Details verriet, wird ein Arbeitnehmer 2028 jährlich rund 1.040 Euro mehr einzahlen – fast 90 Euro zusätzlich pro Monat, wenn man es aufs Jahr runterrechnet. Arbeitgeber sind damit genauso in der Pflicht, da sie eben die Hälfte dieser Beiträge übernehmen. Was sich zunächst nach einer überschaubaren Erhöhung anhört, entpuppt sich im Gesamtsystem als gewaltiger Brocken: Insgesamt klettern die Rentenkasseneinnahmen binnen eines Jahres um etwa 2 Milliarden Euro. Werding hebt hervor, dass die eigentliche Herausforderung gar nicht an der exakten Zahl klebt, sondern an der grundsätzlichen Entwicklung: Die alternde Bevölkerung sorgt für einen deutlichen Anstieg der Belastung, plötzlich und nicht langsam schleichend. Dem jüngsten Zahlenspiel zufolge wird der Beitragssatz bis 2027 bei 18,6 Prozent bleiben, um dann 2028 geradewegs auf 19,9 Prozent zu schießen – noch 2025 war man von einer gemäßigteren Steigerung ausgegangen. All das erinnert ein bisschen an den plötzlichen Moment, in dem ein gut gefülltes Glas dann doch übersprudelt – die Vorzeichen sind schon lange da, aber der eigentliche Kipppunkt kommt schneller, als man denkt.

Ein Anstieg der Rentenversicherungsbeiträge auf fast 20 Prozent ab 2028 wird immer wahrscheinlicher, wie neuesten Prognosen der Deutschen Rentenversicherung zufolge. Der Hintergrund liegt in der sich verschärfenden demografischen Lage; viele Menschen erreichen das Rentenalter, die arbeitende Bevölkerung schrumpft – damit steigen die Mehrbelastungen sprunghaft. Aktuelle Stimmen aus der Politik warnen vor sozialen Verwerfungen und fordern, das System widerstandsfähiger zu gestalten – ob durch höhere Zuzahlungen des Staates, Anpassung des Renteneintrittsalters oder Steuerzuschüsse. Weitere ergänzende Details: Laut Recherchen aus anderen Quellen reagiert die Politik nervös auf den prognostizierten Kostenanstieg. Bundesarbeitsminister Heil will die Rentengarantie 2025 durch steuerliche Zuschüsse halten, nach einer Analyse von 'Spiegel Online' steht Deutschland unter besonderem Druck durch die vielen geburtenstarken Jahrgänge, die in Rente gehen. Die Zahl der erwerbstätigen Beitragszahler sinkt absehbar, was langfristig zu immer größeren Refinanzierungsproblemen führt. Wichtiger Nebenaspekt: Der Anteil der Menschen über 67 Jahre hat sich seit den frühen 2000er Jahren fast verdoppelt. Damit verschiebt sich auch das Verhältnis von Zahlenden zu Empfängern immer weiter – ein Problem, das kaum durch kleine Nachjustierungen gelöst werden kann.

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