Rheinmetall ist zum zentralen Akteur der deutschen Rüstungsindustrie gewachsen – sehr zur Sorge von Monopolwächtern wie Rupprecht Podszun. Seine Warnung: Wenn der Konzern weiter so expandiert, steigt nicht nur die Abhängigkeit von Politik und Bundeswehr, sondern auch die Gefahr, dass Marktmacht in Preisdiktate umschlägt und Innovationen behindert werden. Tatsächlich berichten Brancheninsider von steigenden Kosten insbesondere bei sogenannter tempierbarer Munition, während Alternativen fast komplett fehlen. In den vergangenen Wochen wurde zudem berichtet, dass Rheinmetall weitere internationale Märkte erschließen möchte, unter anderem mit der Lieferung von Munition und Technologie an Partnerländer wie Griechenland und Australien. Das Unternehmen investiert zusätzlich kräftig in den Bereich unbemannte Systeme. Kritiker merken an, dass eine derartige Konzentration Risiken für den Wettbewerb und die Verteidigungsfähigkeit birgt, sollte Rheinmetall einmal in Schwierigkeiten geraten. Auch internationale Wettbewerber wie BAE Systems und Leonardo intensivieren ihre Expansion, allerdings ohne die Marktpräsenz in Deutschland erreichen zu können.