Roche trotzt Flaute – Investiert und wächst in Deutschland deutlich

Mannheim, Penzberg, Grenzach-Wyhlen oder Ludwigsburg – während es bei vielen Branchen eher trüb aussieht, meldet Roche frohe Kunde: Über 700 Millionen Euro wurden hierzulande 2025 investiert und ein Umsatzplus von knapp fünf Prozent erzielt. Hinter dem Wachstum steht die gezielte Förderung von Innovation entlang der Wertschöpfungskette. Roche sendet ein klares Signal pro Deutschland – der Ruf nach politischer Unterstützung ist trotzdem nicht zu überhören.

heute 14:01 Uhr | 3 mal gelesen

Das Geschäftsjahr 2025 war für Roche in Deutschland ein Statement: Knapp 720 Millionen Euro flossen in Forschung, Standortsicherung und Hightech. Noch nie war das Investitionsvolumen so hoch. Dr. Claudia Fleischer, Geschäftsführerin bei Roche Diagnostics, macht keinen Hehl daraus, dass diese Ausgaben – trotz wachsender Hürden – ein Vertrauensbeweis in den Standort Deutschland sind. Seit 2020 sind bei Roche hierzulande über 1.800 neue Jobs entstanden, annähernd 3,8 Milliarden Euro wurden investiert. "Keine Selbstverständlichkeit", betont sie, denn Bürokratie, schwerfällige Verfahren und Überregulierung drücken zunehmend. Politische Rückendeckung sei nötig, um international nicht abgehängt zu werden. Das neue Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg – eröffnet im Februar 2026, Kostenpunkt: satte 300 Millionen Euro – steht sinnbildlich für das, worauf Roche setzt: Automatisierung, Vernetzung und Hightech zielen auf schnellere Diagnostik und effektivere Therapien, besonders bei Krebs oder Alzheimer. "Wer früh erkennt, kann besser behandeln – und das entlastet letztlich das gesamte Gesundheitssystem", sagt Daniela Kahlert, Geschäftsführerin von Roche Diagnostics Deutschland. Die industrielle Gesundheitswirtschaft, so die Roche-Verantwortlichen, ist und bleibt eine tragende Säule in Deutschland – einer der wenigen Bereiche mit echter globaler Spitzenstellung. Sie schafft Arbeitsplätze, sorgt für Stabilität sozialer Systeme und rückt angesichts globaler Unwägbarkeiten sogar in die Nähe einer sicherheitsrelevanten Branche. Dr. Daniel Steiners von Roche Pharma AG sieht das so: Der Markt muss attraktiv und innovationsfreundlich sein, sonst wandern Wertschöpfung und Arbeitsplätze ab. Dafür braucht es nicht nur Bekenntnisse, sondern entschlossene Maßnahmen: schnelle Genehmigungen, echte Digitalisierung, gutes Umfeld für Innovation und angemessene Honorierung neuer Ideen. Die Konkurrenz schläft nicht. In den USA etwa wird die FDA modernisiert, Bürokratie abgebaut und alles getan, um Pharma made in USA zu fördern. Was das für Deutschland und Europa bedeutet? Offen. Klar ist, dass Verbesserungen auch hierzulande unausweichlich sind. Mehr dazu und aktuelle Kontakte gibt es auf der Webseite von Roche Deutschland.

Roche hat 2025 seinen eindrucksvollen Expansionskurs in Deutschland fortgesetzt: Mit einer Rekordinvestition von rund 720 Millionen Euro und einem Umsatzanstieg von 4,7 Prozent stemmt sich das Unternehmen gegen die allgemeine Stagnation im deutschen Industriesektor. Im Fokus stehen gezielte Ausgaben in Forschung, Digitalisierung, Automatisierung und neue Arbeitsplätze – etwa mithilfe des im Februar 2026 eröffneten Diagnostik-Innovationszentrums in Penzberg, das mit Hilfe hochmoderner Robotik Entwicklungszeiten bei Diagnostiktests drastisch verkürzen soll. Branchenexperten betonen, dass die deutsche Gesundheitswirtschaft als Schlüsselindustrie nicht nur ökonomisch, sondern auch strategisch für Versorgungssicherheit und Innovationskraft steht; gleichzeitig mahnen sie, dass angesichts globalen Wettbewerbs und US-Vorreitermodellen wie der Modernisierung der FDA hierzulande dringend industriepolitische Reformen auf den Weg gebracht werden müssen. – Ergänzend dazu lohnt sich ein Blick auf aktuelle Branchennachrichten: So berichtet die FAZ, dass der Pharmariese Bayer angesichts einer schwierigen Geschäftslage auf Umstrukturierung und F&E setzt, ohne jedoch die massiven Investitionen wie Roche zu tätigen (https://www.faz.net); bei der Süddeutschen Zeitung wird ausführlich diskutiert, wie der Fachkräftemangel in der deutschen Pharmaindustrie – trotz steigender Investitionen – eine zentrale Herausforderung bleibt (https://www.sueddeutsche.de); der Spiegel analysiert, wie Biotech-Start-ups in Deutschland zwar zunehmend Kapital anziehen, aber durch regulatorische Prozesse und langsamen Marktzugang ausgebremst werden, was Roche und weitere Branchengrößen als politisches Warnsignal deuten (https://www.spiegel.de).

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