In der Saison 2025/26, genauer gesagt vom 27. Februar bis 1. März 2026, wird die weltweite Rodler-Community wieder aufhorchen: Der traditionsreiche Olympia Bob Run im legendären Oberengadin steht als Austragungsort einer Weltcup-Station bevor – zum ersten Mal nach längerer Pause, übrigens. Die Natureisbahn, die jährlich neu aus unfassbaren Mengen Schnee und Wasser errichtet wird, hat einen eigenen Charakter: Keine Bahn gleicht exakt der anderen, jede Kurve ist ein neues kleines Abenteuer. Ganz ehrlich, wer einmal bei minusgraden Morgensonne das milchige Eis schimmern sah, behält das im Herzen.
Bemerkenswerte 21 Frauen, 28 Männer sowie jeweils elf Frauen- und sechzehn Männer-Doppel sind für das Event angemeldet. Das gesamte Olympiapodium von Cortina – bis auf Ashley Farquharson aus den USA – ist mit von der Partie. Was mich persönlich überrascht: Selbst nach einer langen, fordernden Olympiasaison bleibt der Ehrgeiz groß, noch um den Weltcup-Gesamtsieg zu kämpfen – Motivation kann manchmal seltsame Wege gehen.
St. Moritz ist nicht irgendeine Bahn. Sie ist ein Unikat: 1.722 Meter reine, von Hand gebaute Natureisstrecke. Die Startbereiche werden diesmal erweitert – was bedeutet, dass erstmals zusätzliche Startrampen gebaut werden; das dürfte für mehr Tempo, aber vielleicht auch ein paar zusätzliche Herausforderungen sorgen. Ich frage mich manchmal, wie es ist, gegen die unsichtbaren Gegner Eis, Wetter und eigene Nerven anzutreten.
Finanzieller Kraftakt: Viele Teams, besonders aus Übersee (Kanada, China, Japan, Georgien, Korea, USA), haben die Saison nach den olympischen Spielen beendet – mit Ausnahme von Summer Britcher (USA). Die ist nicht nur die letzte US-Vertreterin, sondern kämpft nun um Spitzenplätze, was das Feld noch internationaler, aber auch etwas ausgedünnter macht.
Die Gesamtwertungen in allen Disziplinen sind alles andere als entschieden. Bei den Damen fahren Lisa Schulte (AUT), Julia Taubitz (GER) und Merle Fräbel (GER) Kopf an Kopf, in den Doppeldisziplinen gelten Egle/Kipp und Wendl/Arlt als Favoritenduos. Kleine Statistiken am Rande: Wendl/Arlt könnten bereits ihren siebten Gesamtsieg holen, Felix Loch seinen achten – man fragt sich, wann diese Dominanz der deutschen Schlitten endet.
Zwischendurch ein ehrlicher Einblick: Sportlicher Erfolg und Druck liegen oft nah beieinander. Julia Taubitz spricht offen über Gänsehautmomente und Tränen, Natalie Maag (SUI) über bittere Enttäuschungen und das „Diplom“ ihres neunten Platzes. Emotionen gehören eben dazu, auch Erschöpfung nach den Spielen in Cortina, Motivationstaubheit und diese seltsame Mischung aus Stolz und Leere – sehr zutiefst menschlich.
Auch den Fans wird viel geboten: Am 28. Februar geht es mit den Doppels und Damen los, am 1. März dürfen die Männer im Einzel ran. Und wie immer – das Wetter bleibt der große Unbekannte, gerade auf einer open-air Bahn wie St. Moritz. Wer möchte, kann übrigens Details und Tagesordnung online nachlesen (Offizielle Infos).
Der Rodel Weltcup gastiert 2026 wieder auf der berühmten Natureisbahn in St. Moritz und versammelt zahlreiche Olympiasieger:innen im Kampf um den begehrten Gesamtweltcup, während viele Teams die Saison wegen finanzieller Belastung nach Cortina vorzeitig beendet haben. Die Natureisbahn, ein einmaliges ökologisches Bauwerk, ist bekannt für ihre wechselnden Streckenbedingungen und architektonische Einzigartigkeit – keine Bahn bleibt exakt wie die andere, auch weil Wetter und Baukunst jede Saison kleine Veränderungen bringen. Zuletzt zeigt sich in den Statements der Athlet:innen, wie eng sportliche Höchstleistung, psychischer Druck und Momente echter Freude oft beieinander liegen – eine intensive, menschlich berührende Saisonentscheidung steht an. Weitere recherchierte Details: Laut aktuellen Berichten betont der Internationale Rodelverband die gestiegene Bedeutung nachhaltiger Bahnbauten, weshalb St. Moritz als positives Beispiel gilt; dabei zieht der Weltcup viele junge Talente an, nicht zuletzt durch veränderte Nachwuchsförderprogramme. Zudem bereitet die Schweiz verstärkte Sicherheitsregelungen vor, um den Natureisbahnbetrieb auch in Zeiten des Klimawandels zu sichern. Die Favoritenrollen könnten sich noch überraschend verschieben – auch weil Wetterkapriolen auf der unüberdachten Strecke das Rennen maßgeblich beeinflussen können.