Digitale Helfer in der Steuerberatung: Wie Kanzleien mit Augenmaß KI & Tools einsetzen – Einblicke von Ken Keiper, Novist®

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Im Steuerberater-Alltag drängen digitale Anwendungsprogramme und künstliche Intelligenz in jede Nische, versprechen Entlastung – und bringen doch oft mehr Kuddelmuddel als Erleichterung. Statt Ordnung stiften sie zuweilen neue Verwirrung. Warum ein Tool allein noch kein Allheilmittel ist und wie Mensch und Technik in der Kanzlei klüger zusammenspielen könnten, erklärt Ken Keiper von Novist®.

heute 15:00 Uhr | 2 mal gelesen

Man kann es beobachten: In den letzten Jahren sammelten viele Steuerkanzleien digitale Programme fast wie Briefmarken – mal aus Pflicht, mal weil Mandanten darauf drängten, manchmal aus Neugier. Die Hoffnung: mehr Zeitsparnis, weniger Papierkram, arbeitsfreundlichere Strukturen. Tatsächlich türmten sich Zugänge, Schnittstellen und Aufgaben. Und oft, ehrlich gesagt, hat sich nicht viel gebessert am nervigen Hin und Her im Tagesgeschäft. Die KI-Versprechen klingen zwar schillernd, doch meist bleibt nach dem Kauf eine leise Skepsis zurück. 'Wenn schon beim Grundgerüst Chaos herrscht, machen neue Programme nur alles unübersichtlicher', meint Ken Keiper von Novist®.

Technologie, stellt Keiper klar, nutzt erst wirklich, wenn die Grundlagen stimmen: stabile und durchdachte Strukturen – sonst wird aus Hoffnung bloß Frust. Keiper blickt auf reichlich Erfahrung zurück: Schon als junger Steuerberater (und Ex-Finanzbeamter) hat er hunderte Kanzleien geschult und weiß, wie Theorie und Alltag häufig auseinanderfallen. Im Rahmen seines Novist®-Coachings setzt er genau da an, rät zum Abwarten statt zur Technik-Blindheit und warnt vor den Tücken isolierter Tool-Installation.

Wie Kanzleien den Technik-Wahnsinn bändigen – Tipps aus der Praxis:

Ken Keiper ist überzeugt: „Nicht jedes neue Programm ist der nächste große Wurf.“ Viel wichtiger sei, dass die eigenen Prozesse klar abgesteckt und sinnvoll digitalisiert werden. Kritischer Punkt: KI wird oft überschätzt – oder schlicht falsch verstanden, nämlich als Zauberstab für alle Schwachstellen. Doch grundlegende Kapazitätsengpässe oder eine unsaubere Organisation kann auch der schlauste Algorithmus kaum lösen. Gerade bei geschlossenen Systemen à la DATEV stoßen viele Automatisierungswünsche schnell an harte Grenzen.

Die Moral? Auch digitale Tools bringen nur dann echten Mehrwert, wenn es vorher schon einheitliche Vorgehensweisen gibt. Keipers Faustregel: Erst verlässliche Prozesse, dann Automatisierung. Alles andere ist schlichtweg riskant und führt zu mehr Fehlern und Abhängigkeiten. 'Viel Technik auf instabilem Fundament – das ist wie ein Kartenhaus bei Windstärke acht', so seine Einschätzung.

Teamwork und Wissensdurst: Wichtiger als noch mehr Software

Was meist übersehen wird: Nicht die Masse an Programmen sorgt für Fortschritt, sondern das Verständnis im Team. Wenn die Mitarbeiter nicht geschult sind oder den Sinn hinter den Tools nicht durchdringen, bleibt das Potenzial auf der Strecke. 'Was nützen zehn Programme, wenn keiner sie bedienen kann?', fragt Keiper pointiert. Investitionen zahlen sich nur dann aus, wenn die Mitarbeitenden mitziehen. Langfristige Entlastung entsteht folglich immer aus dem Zusammenspiel: Klar strukturierte Abläufe, kluge Tool-Auswahl, praxisnahe Weiterbildung – und ein bisschen Geduld.

So wird Technologie nicht zum Stressfaktor, sondern zur Unterstützung auf dem Weg in eine dynamische, anpassungsfähige Kanzlei. Wer die Geduld hat, spürt bald: Plötzlich entsteht Raum für Wachstum, Fokus und sicherere Entscheidungen. Neugierig geworden, wie das Chaos in der Kanzlei gebändigt werden kann? Dann lohnt sich vielleicht ein Gespräch mit Ken Keiper von Novist®.

Pressekontakt:

Novist GmbH
E-Mail: info@novist.de
Web: https://novist.de

Quelle: Novist GmbH (via news aktuell)

http://ots.de/5ef489

Ken Keiper von Novist® warnt davor, in Steuerkanzleien digitale Tools und KI vorschnell und ohne strukturelles Fundament einzuführen. Viel zu oft führen neue Programme zu mehr Unübersichtlichkeit, weil Prozesse, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen nicht klar geregelt sind. Erst, wenn es einheitliche, transparente Abläufe gibt und Mitarbeitende systematisch geschult werden, können Technologie und Automatisierung wirklich zur Entlastung beitragen; andernfalls wächst nur der Frust. Laut aktuellen Medienberichten in der deutschen Presse häufen sich Stimmen, die vor einem unüberlegten, rein tool-getriebenen Wandel warnen. Aktuelle Entwicklungen zeigen zudem, dass sich Regulierungen und Anforderungen der Finanzverwaltung immer weiter verändern, was einerseits die Digitalisierung beschleunigt, aber auch neue Unsicherheiten provoziert. Experten betonen, dass der Fokus weiterhin auf Mitarbeiterschulung, Anpassungsfähigkeit und Prozessoptimierung liegen sollte, damit die Steuerbranche mit Technologien Schritt halten kann, ohne sich in einer Tool-Flut zu verlieren.

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