Rückgang der Erwerbstätigen hält im Januar 2026 an

Im Januar 2026 zählte Deutschland etwa 45,5 Millionen Erwerbstätige – das sind erneut weniger als im Vormonat. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts setzt sich damit der Trend eines schleichenden Arbeitsplatzverlustes fort.

heute 08:34 Uhr | 4 mal gelesen

Interessant – dieses stetige Minus fällt kaum noch auf, fast wie ein schrumpfendes Gummiband, das man so lange dehnt, bis es irgendwann reißt. Seit Mai 2025 steckt der Arbeitsmarkt in Deutschland offenbar in einer kleineren Abwärtsspirale: Monat für Monat verliert er saisonbereinigt eine fünfstellige Zahl von Arbeitskräften, im Durchschnitt etwa 12.000 Personen. Im Januar 2026 ging es weiter abwärts, diesmal um 14.000. Nicht bereinigt, also wenn man die bekannten jahreszeitlichen Effekte mit einrechnet, beträgt der Rückgang ganz schön knackige 369.000 Erwerbstätige – das sind ca. 0,8 Prozent, deutlich auffälliger als üblich für diese Zeit. Gegenüber dem typischen Januar-Schnitt der vergangenen Jahre fällt diese Delle größer aus. Zudem: 88.000 Erwerbstätige weniger als noch vor einem Jahr, minus 0,2 Prozent, so die offizielle Statistik. Klar ist: Der Arbeitsmarkt setzt damit einen bereits seit Spätsommer 2025 spürbaren Negativtrend fort. Parallel sieht's auch bei der Erwerbslosenzahl nicht gerade sonnig aus. Im Januar 2026 waren laut Arbeitskräfteerhebung rund 1,86 Millionen Menschen ohne Job – 195.000 mehr als im Januar des Vorjahres, das entspricht einem satten Plus von 11,7 Prozent. Die Erwerbslosenquote stieg auf 4,2 Prozent, immerhin 0,5 Prozentpunkte mehr als noch Anfang 2025. Nach einer kleinen Korrektur um saisonale Übertreibungen lag die Zahl der Erwerbslosen bei 1,75 Millionen – ein Plus von 6.000 zum Vormonat. Die bereinigte Quote bleibt bei 4,0 Prozent. Ist das jetzt schon Grund zur Sorge? Nicht einfach zu sagen – Entwicklungen wie Klimawandel, Digitalisierung oder kränkelnde Konjunktur werfen da gleich neue Fragen auf, die Zahlen aber sprechen für sich.

Kurzum: Die Beschäftigtenzahlen in Deutschland schrumpfen weiter. Besonders auffällig ist der im Januar 2026 stärkere Rückgang im Vergleich zu den letzten Januarwerten, sowohl saisonbereinigt als auch im Vergleich zum Vorjahr. Arbeitslosigkeit ist gestiegen, das Bild am Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Aus aktuellen Berichten geht hervor, dass die deutsche Wirtschaft allgemein unter Druck steht; neben globalen Unsicherheiten und dem Umbau von Industriebranchen bremsen insbesondere Fachkräftemangel, Inflation sowie Energiepreise die Erholung.
Mehrere Medien bestätigen: Die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt wächst, viele Unternehmen reagieren zögerlich auf neue Investitionen, und der Wunsch nach staatlicher Unterstützung steigt. Die aktuelle Situation verstärkt Sorgen um eine mögliche Rezession und wirft die Frage auf, wie die Bundesregierung gegensteuern kann.

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