Russischer Diplomat wegen Spionageverdachts ausgewiesen

Die Bundesregierung hat einen hochrangigen Mitarbeiter der russischen Botschaft aufgefordert, das Land zu verlassen. Spionageaktionen – besonders im Schutze diplomatischer Immunität – will Deutschland keinesfalls dulden, wie das Auswärtige Amt betont.

heute 14:43 Uhr | 3 mal gelesen

Die Bundesregierung zog am Donnerstag Konsequenzen: Russlands Botschafter wurde ins Außenministerium zitiert, wo ihm klipp und klar die Ausweisung seines Vize-Militärattachés mitgeteilt wurde. In Kreisen heißt es, der eigentliche Grund sei Spionage im Auftrag russischer Dienste gewesen. Pikant: Die Entscheidung fällt nur einen Tag nach der Festnahme einer angeblichen russischen Spionin. Nach Informationen des 'Spiegel' spielte die Diplomatin wohl eine zentrale Rolle – der Attaché habe sie mutmaßlich über längere Zeit als Kontaktperson betreut. Konkreter Vorwurf der Bundesanwaltschaft: Illegale Beschaffung von Infos rund um den Ukraine-Krieg. Dass derlei Aktivitäten nicht hingenommen werden, dürfte jedem klar sein – aber solche Vorgänge machen durchaus nachdenklich, wie viele ähnliche Fälle womöglich noch im Verborgenen ablaufen.

Deutschland hat erneut einen russischen Diplomaten wegen Spionagetätigkeit zur Ausreise aufgefordert – diesmal traf es den stellvertretenden Militärattaché, nachdem eine mutmaßliche russische Agentin festgenommen wurde. Laut Medienberichten stand der Diplomat unter Verdacht, eine Schlüsselrolle in der Führung und Steuerung der mutmaßlichen Spionin gespielt zu haben, insbesondere bei der Weitergabe sensibler Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg. Die Berliner Regierung unterstreicht damit nochmals ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber geheimdienstlichen Aktivitäten unter diplomatischem Deckmantel. Ergänzend dazu berichten mehrere Medien, dass sich die Spionagevorfälle zwischen Russland und westlichen Staaten seit Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich intensiviert haben – Deutschland steht dabei besonders im Fokus russischer Geheimdienste. Auch Hintergrundanalysen zu hybriden Bedrohungen durch internationale Spionagenetzwerke und die verstärkte Kooperation westlicher Dienste finden sich aktuell in der Berichterstattung.

Schlagwort aus diesem Artikel