Sana Kliniken und STACKIT: Schritt für Schritt in die sichere europäische Cloud

Ismaning/Neckarsulm – Die Sana Kliniken und STACKIT, der Cloud-Service der Schwarz Gruppe, haben ihre Zusammenarbeit per Rahmenvertrag besiegelt. Die beiden Partner wollen gemeinsam eine eigenständige und besonders geschützte Cloud-Umgebung für Sana erschaffen, um Daten sicher in Europa zu halten und sich von US-Giganten unabhängiger zu machen.

heute 15:01 Uhr | 2 mal gelesen

Wer einen Krankenhausaufenthalt hinter sich hat, weiß: Das Vertrauen in die sichere Aufbewahrung der eigenen Gesundheitsdaten ist immens wichtig – oft ist es sogar ein stiller Begleiter im Hintergrund. Die Sana Kliniken, einer der gewichtigen privaten Klinikverbunde in Deutschland, nehmen dieses Thema sehr ernst. Schon jetzt pumpen sie viel Energie und Geld in smarte Digitalisierung und Sicherheit. Doch der Druck steigt: Neue Gesetze, geopolitische Unsicherheiten und der Ruf nach digitaler Selbstbestimmung werden lauter. Passend dazu haben Sana Kliniken und STACKIT – der Cloud-Arm von Schwarz Digits – nun ein gemeinsames Projekt angestoßen. Eine eigene, voneinander abgeschottete 'Landingzone' in der STACKIT-Cloud soll der erste Testballon sein, um Apps und IT-Services dorthin umzuziehen. Der Plan: Stückweise lernen, ergänzen, erweitern. Und empfindliche Anwendungen – darunter das Kliniksystem Avelios Medical oder eine neue Kommunikationsschnittstelle namens OmniConnect – wandern bereits zum Start digital in die Cloud. 2026 heißt es dann: Test bestanden oder nicht? Ab 2027 rollen sie aus – deutschlandweit. Damit folgt Sana dem deutlichen Trend, europäische Cloud-Alternativen zu stärken – nicht zuletzt auch, um unabhängig von Tech-Riesen aus Übersee zu werden. Das Ganze spielt sich übrigens in Rechenzentren innerhalb Deutschlands und Österreichs ab und richtet sich kompromisslos nach EU-Datenschutzregeln. Überhaupt: Der Standort Heilbronn wird ohnehin als Hotspot für künstliche Intelligenz ausgebaut – man kann sich also vorstellen, dass Cloud und KI demnächst enger zusammenrücken. Stimmen aus dem Vorstand bei Sana und STACKIT betonen, wie elementar Souveränität und Zuverlässigkeit bei Patientendaten doch seien. Und es klingt fast ein wenig wie eine Kampfansage an die Gelassenheit, mit der mancher bislang seine Daten auf amerikanischen Servern ablud.

Sana Kliniken und STACKIT gehen gemeinsam den langen Weg zu einer eigenen, souveränen Cloud-Lösung, die europäische Datenschutzstandards in den Mittelpunkt stellt. Der Projektverlauf ist bewusst gestaffelt: Erst Pilotumgebung und punktuelle Übernahme zentraler Anwendungen wie Avelios Medical und OmniConnect, dann – nach erfolgreichem Probelauf – die konzernweite Migration ab 2027. Neben Datensicherheit ist auch die Flexibilität für zukünftige digitale Innovationen wie KI-gestützte Diagnostik ein treibender Faktor. Laut Presseberichten wächst im deutschen Gesundheitswesen der Druck, bei der Digitalisierung auf europäische Anbieter zu setzen, um auch in Krisenzeiten unabhängig agieren zu können. Im Branchenvergleich zeigt sich, dass etwa die Deutsche Telekom und andere europäische Provider ähnliche Cloud-Initiativen forcieren. Aktuell werden auf mehreren Nachrichtenseiten die neuen Fördervorgaben und ambitionierte Digitalpläne für deutsche Krankenhäuser im digitalen Gesundheitswesen diskutiert (siehe nachfolgende Erweiterung). Gerüchten zufolge könnte der regulatorische Rahmen bald noch restriktiver werden, was den Trend zur europäischen Datenhoheit weiter verstärken würde.

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