Sauberkeit auf Reisen: Wie Gen Z die Urlaubswäsche revolutioniert

Reisen ist mehr als das Ziel; es ist eine Sammlung persönlicher Rituale, von Hygiene bis Entspannung. Laut einer neuen Opodo-Umfrage nutzen besonders junge Erwachsene die freie Zeit, um Frischebewusstsein und Erholungsbedürfnisse neu auszubalancieren. Überraschend: Die Generation Z greift deutlich häufiger zum Handwaschmittel auf Reisen.

heute 17:51 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist schon eine seltsame Sache mit dem Kofferpacken vor dem Urlaub: Dem einen genügt ein minimalistischer Stapel an Kleidung, während die andere gleich eine ganze Kommode einzupacken scheint – frei nach dem Motto 'man weiß ja nie'. Laut der aktuellen Opodo-Umfrage, für die insgesamt 1.000 Deutsche befragt wurden, werden dabei erstaunlich unterschiedliche Strategien sichtbar. Besonders bei den 18- bis 24-Jährigen ist der Hang zur Sauberkeit und zum Frisch-Gefühl auffällig ausgeprägt, rund ein Drittel dieser Generation wäscht seine Kleidung im Urlaub sogar regelmäßig per Hand. Vielleicht liegt es am Hang zur Kontrolle – oder ist es nur der verschwommene Drang, stets präsentabel zu bleiben, gerade wenn das nächste Selfie schon im Anmarsch ist? Frauen in Deutschland lieben laut Studie das Sicherheitsgefühl des "Ich habe genug dabei", Männer setzen öfter auf punktgenaues Packen: Ein T-Shirt pro Tag, nicht mehr. Spannend: Ein ganz kleiner Teil – kleine pragmatische Rebellen, meist Männer – trägt sogar mehrfach hintereinander die gleichen Sachen. Urlaub ist schließlich zum Ausspannen da. Frische-Routinen und Erholung stehen manchmal seltsam nebeneinander. Das eigentliche Ritual beginnt aber häufig erst zuhause: Kaum ist die Haustür ins Schloss gefallen, dreht sich schon alles um Waschen, Sortieren, Ankommen. Oft fühlt sich erst die richtige Körperpflege (und ein ordentliches Wäschemanagement) an wie die Rückkehr ins eigentliche Leben. Eigenartig, wie kleine Routinen dabei helfen, im Alltag wieder zu landen. Bettina Lemeßier, Reise-Expertin bei Opodo, bringt es ziemlich offen auf den Punkt: Alles ist erlaubt – von akribischer Planung bis gepflegtem Laissez-faire. Reisen ist eben so vielfältig wie die Menschen, die es tun.

Die Opodo-Umfrage macht greifbar, wie unterschiedlich das Bedürfnis nach Frische, Ordnung und Entspannung auf Reisen ist, vor allem abhängig vom Alter. Gen Z, also die 18- bis 24-Jährigen, sticht mit besonderem Wasch-Eifer hervor – offenbar spielen pragmatische Motive und das Bedürfnis, sich wohlzufühlen, eine große Rolle. Überraschend ist, dass auch nach der Rückreise ganz eigene Rituale dominieren: Für viele wird das Auspacken und Waschen zum wichtigen Bestandteil des Wieder-Ankommens. Neuere Recherchen zeigen, dass junge Reisende, insbesondere in schwierigen Zeiten wie nach der Pandemie, auch unterwegs auf Nachhaltigkeit achten und deshalb bewusster packen und konsumieren. Ein wachsender Trend, der sich sowohl im Alltag als auch im Urlaub abzeichnet, ist das Entstehen ritualisierter Selfcare-Momente, die nicht nur der Hygiene, sondern auch der mentalen Balance dienen. Unterschiedliche Studien bestätigen inzwischen, dass kleinere Alltagsrituale beim Reisen helfen, Stress abzubauen und schneller wieder im gewohnten Trott anzukommen. Interessanterweise greifen deshalb sogar mehr junge Menschen zu nachhaltigen Hygieneprodukten und versuchen, Konsum und Wäschebedarf besser abzuschätzen.

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